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Regierung sperrt Hunderte Konten Mexiko: 14 Tote bei Angriff auf Polizeitrupp

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Im mexikanischen Bundesstaat Zacatecas haben Bewaffnete eine Polizeipatrouille angegriffen.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

In Mexiko scheint der Drogenkrieg kein Ende zu nehmen. Nach einem Überfall auf eine Polizeipatrouille töten Sicherheitskräfte im Bundesstaat Zacatecas 14 Angreifer. Währenddessen frieren Behörden in Mexiko-Stadt Hunderte Bankkonten ein, die kriminellen Banden zugerechnet werden.

Mexikanische Polizisten haben nach eigenen Angaben 14 mutmaßliche Kriminelle bei einer Schießerei getötet. Bewaffnete hätten eine Patrouille in dem kleinen Ort Nueva Alianza im zentralmexikanischen Zacatecas angegriffen, sagte der Polizeichef des Bundesstaates, Arturo López, dem Fernsehsender Milenio. Die Identität und Größe der bewaffneten Gruppe sei unbekannt. Drei Beamte und ein Angreifer wurden nach Polizeiangaben verletzt. Waffen und Drogen seien sichergestellt worden. Nach offiziellen Angaben erstreckte sich das Feuergefecht über drei Stunden. Neben 200 Sicherheitskräften war nach Medienberichten auch ein Hubschrauber an dem Einsatz beteiligt.

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Unterdessen haben Behörden in Mexiko-Stadt 1352 Bankkonten gesperrt, die ihnen zufolge 14 Banden in der Hauptstadt gehören. Dabei wurden knapp 2,7 Milliarden Peso, rund 108 Millionen Euro, eingefroren, wie der Chef des Nachrichtendienstes des mexikanischen Finanzministeriums, Santiago Nieto, mitteilte. Das Geld stehe im Zusammenhang mit illegalen Tätigkeiten wie Drogenverkauf, Entführung und Erpressung durch Gruppen wie Unión Tepito, Anti Unión und Cártel Tláhuac, die in Mexiko-Stadt aktiv sind. Der Großraum der mexikanischen Hauptstadt ist mit 22 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Nordamerikas.

In der ersten Jahreshälfte 2020 wurden in Mexiko, das knapp 130 Millionen Einwohner hat, laut offizieller Statistik 98,8 Mordopfer pro Tag gezählt - noch etwas mehr als im Vorjahr. Zudem gelten mehr als 73.000 Menschen als verschwunden. Die Gewalt in dem nordamerikanischen Land geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die teilweise Verbindungen zu Sicherheitskräften haben. Die meisten Verbrechen werden in Mexiko nie aufgeklärt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa