Panorama

Spektakuläre "Ehrenrunde" Air-Berlin-Pilot kommt ungestraft davon

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Ein 55 Jahre alter Air-Berlin-Pilot sorgte am 16. Oktober 2017 für ein heikles Manöver, das ihm viele Fans und einigen Ärger einbrachte.

(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Der emotionale Abschiedsgruß eines Air-Berlin-Piloten bleibt unvergessen. Allerdings hatte das aufsehenerregende Landemanöver am Düsseldorfer Flughafen die Flugsicherungsbehörde auf den Plan gerufen. Zwei Monate später steht ihr Urteil fest.

Es war ein wehmütiger Moment zum Ende der Air-Berlin-Langstreckenflüge, aber möglicherweise auch ein gefährliches Manöver über dem drittgrößten deutschen Flughafen: Die "Ehrenrunde" beim letzten Air-Berlin-Langstreckenflug nach Düsseldorf bleibt für den Piloten ohne Konsequenzen.

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Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung hat entschieden, dass bei dem spektakulären Durchstartmanöver keine Ordnungswidrigkeit vorlag, wie eine Sprecherin der Behörde in Langen bei Frankfurt erklärte. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet.

Das Flugzeug mit mehr als 200 Passagieren aus Miami war am 16. Oktober kurz vor der Landung durchgestartet und nach links über den Düsseldorfer Airport abgedreht. Nach einer "Ehrenrunde" brachte der Pilot den Flug AB 7001 sicher auf den Boden. Hinterher sagte er, dass es ihm um ein Zeichen gegangen sei, um einen "würdigen und emotionalen Abschluss". Er wurde von seinem Arbeitgeber zwischenzeitlich vom Dienst suspendiert.

Das Manöver hatte die Crew laut Bundesaufsichtsamt frühzeitig bei den Fluglotsen angemeldet. Diese hatten aber nur die reguläre Landung freigegeben und für einen möglichen Fehlanflug eine Einzelfreigabe erteilt. Damit habe die Entscheidung beim Piloten gelegen, so das Amt. Der "durchaus ungewöhnliche Flugverlauf" verstoße aber nicht gegen die zu prüfenden luftrechtlichen Vorschriften.

Quelle: n-tv.de, dsi/dpa