Panorama

Pilot verschüttet Kaffee Airbus kehrt über dem Atlantik um

57965228.jpg

Cockpit eines Airbus A 330. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Aus einem kleinen Missgeschick wird ein Beinahe-Crash: Auf einem Atlantikflug kippt der Pilot heißen Kaffee übers Armaturenbrett. Wenig später streikt das Bedienfeld. Auf halber Strecke zwischen Irland und Mexiko kehrt die Maschine um. 326 Passagiere und die Crew entgehen einer Katastrophe.

Weil der Pilot eines Airbus 330 seinen Kaffee verschüttet hat, musste die Maschine über dem Atlantik umkehren. Das Missgeschick ereignete sich bereits im Februar und wurde nun durch den Report der britischen Flugbehörde bekannt. Laut "Spiegel Online" war das Flugzeug von Frankfurt am Main nach Cancun in Mexiko unterwegs. An Bord befanden sich 326 Passagiere und elf Crewmitglieder. Als das Flugzeug sich bereits über dem Atlantik befand, passierte dem Piloten das Missgeschick.

Im Cockpit verschüttete der Pilot einen Becher heißen Kaffee. Das meiste davon sei in seinem Schoß gelandet, doch ein Teil floss auf das Bedienfeld für Funksprüche und Durchsagen. Die Crew versuchte, den Schaden einzugrenzen, doch die Einheit lief heiß. Nach 40 Minuten fiel sie aus und Rauch stieg auf. Dasselbe geschah dann mit dem Audio-Bedienfeld des Co-Piloten. Es wurde so heiß, dass einer der Knöpfe schmolz. Das Flugzeug befand sich da bereits mitten über dem Atlantik, etwa auf halber Strecke zwischen Irland und Mexiko. Der Pilot entschied, nach Irland zurückzufliegen.

Die technischen Schwierigkeiten führten laut Flugbehörde dazu, dass der Kapitän keine Funksprüche empfangen oder absenden konnte. Funksprüche von außen habe der Kapitän nur über den Lautsprecher seines Co-Piloten empfangen können. Trotzdem landete der Flieger sicher auf dem Flughafen von Shannon in Irland. Niemand wurde verletzt.

Die Airline habe inzwischen ihre Vorgaben geändert, heißt es in dem Prüfbericht der britischen Behörde weiter: Der Becher des Piloten hatte nämlich keinen Deckel. Es werde künftig sichergestellt, dass Becher immer mit Deckeln ausgestattet seien. Die Crews seien aufgefordert, sie zu benutzen.

Quelle: n-tv.de, mau

Mehr zum Thema