Panorama

Lokalposse um Kuhdung Aiwanger bezahlt für den Mist

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Aiwanger nahm das Bußgeld für die Kuhfladen auf sich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im oberbayerischen Pähl beschweren sich Anwohner über aus ihrer Sicht zu viel Kuhmist auf der Straße. Der Tierhalter soll ein Bußgeld zahlen. Das empört Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger. Für den Landwirt öffnet er das eigene Portemonnaie.

Vor laufenden Kameras hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in Pähl im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau einem Landwirt 130 Euro überreicht - die Höhe eines Bußgelds mit Gebühren, das der Bauer zahlen soll, weil seine Kühe auf der Straße zu viele Fladen hinterlassen hatten. Ein Anwohner hatte sich beschwert. Schön verpackt und gut sichtbar in einer Klarsichthülle hatte Aiwanger das Geld - aus eigener Tasche, wie er betont  - für die Übergabe verpackt.

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"Schauen wir mal, ob die Kühe noch scheißen dürfen", sagte der Minister. Es führe "deutlich zu weit", wenn Bauern zur Kasse gebeten würden, weil ihre Kühe auf dem Weg zur Weide Hinterlassenschaften produzierten. Er gebe ein "klares Bekenntnis für Weidetierhaltung" ab, sagte der Freie-Wähler-Politiker. Wenn die Gemeinde den Bußgeldbescheid zurücknehme, gehe das Geld als Spende an den örtlichen Kindergarten.

Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer war nicht zu dem Termin geladen. Grünbauer, selbst Landwirt, hatte vergangene Woche erläutert, dass keineswegs jede Verschmutzung der Straße zu einem Bescheid führe. Hier aber sei das Maß "klar und deutlich" überschritten gewesen. Das Landratsamt, bei dem sich der Anwohner beschwert hatte, habe die Gemeinde zum Handeln aufgefordert. Inzwischen ist die Ursache des Streits, der sich dem Vernehmen nach geraume Zeit hinzog, nicht mehr vorhanden. Der Bauer hat einen Laufstall gebaut. Seit vergangenem Mittwoch treibe er seine Kühe nicht mehr über die Straße auf die Weide.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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