Panorama

Mordfall Susanna Ali B. soll im Frühjahr angeklagt werden

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Ali B. wurde von der Bundespolizei zurückgeführt.

(Foto: dpa)

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden will gegen den mutmaßlichen Mörder Ali B. Anklage erheben. 2019 muss er sich unter anderem für den Mord an der Schülerin Susanna vor Gericht verantworten. Auch mehrere Vergewaltigungen werden ihm vorgeworfen.

Der mutmaßliche Mörder Ali B. wird im kommenden Frühjahr für drei Verbrechen angeklagt. Das bestätigen die Ermittlungsbehörden dem "Hessischen Rundfunk". Der 21-Jährige soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft die 14-jährige Susanna nicht nur ermordet, sondern auch vergewaltigt haben. Das Mädchen wurde in Mainz zwei Wochen vermisst, als ihre Leiche in der Nähe eines Bahndamms in Wiesbaden gefunden wurde. Ali B. lebte zum Zeitpunkt der Tat in einer Flüchtlingsunterkunft.

Doch das sind nicht die einzigen Taten, für die er sich verantworten muss. Ali B. wird auch die Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens zur Last gelegt. Beide Vergewaltigungen bestreitet er bislang. Den Mord an Susanna gab er aber zu. Im Fall der 11-Jährigen muss sich der Tatverdächtige in einem weiteren Prozess verantworten. Eine dritte Anklage ist nach Angaben des "Wiesbadener Kuriers" wegen Bedrohung, Raub und gefährlicher Körperverletzung erhoben worden.

Ali B. war nach dem Mord an Susanna mit seiner Familie in den Nordirak geflüchtet. Kurdische Sicherheitsbehörden nahmen ihn allerdings vor Ort fest und übergaben ihn an die Bundespolizei, die ihn nach Hessen zurückbrachte. Über die Rückführung durch Behördenchef Dieter Romann gab es eine große politische Debatte. Mittlerweile wird gegen den Chef der Bundespolizei wegen Verdachts der Freiheitsberaubung ermittelt.

Quelle: ntv.de, sgu

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