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Entwarnung nach OsternAnalyse ergibt kein "Polonium 210" in gefundenem Fläschchen

09.04.2026, 17:18 Uhr
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Auf-der-undatierten-Aufnahme-ist-eine-Probe-mit-einer-milchigen-Fluessigkeit-zu-sehen-Experten-haben-im-Auftrag-des-Umweltministeriums-den-Inhalt-eines-Flaeschchens-mit-der-Aufschrift-Polonium-210-untersucht-das-zwei-Maenner-am-Ostersonntag-in-Vaihingen-an-der-Enz-in-Baden-Wuerttemberg-gefunden-haben
Polonium 210 habe eine Halbwertszeit von etwa 138 Tagen, teilte das Ministerium mit. Bei einer sehr alten Probe wäre der Stoff bereits komplett zu stabilem Blei 206 zerfallen. (Foto: picture alliance/dpa/Umweltministerium Baden-Württemberg)

In Baden-Württemberg finden zwei Männer am Ostersonntag ein Fläschchen mit der Aufschrift "Polonium 210". Nach einer Analyse gibt das Umweltministerium Entwarnung: Der Inhalt sei nicht radioaktiv. Jetzt wird nach Spuren von Blei gesucht.

Nach dem Fund eines Fläschchens mit der Aufschrift "Polonium 210" in einem Garten in Baden-Württemberg hat das Landes-Umweltministerium endgültig Entwarnung gegeben. "Das Behältnis, das am Ostersonntag in einem Garten gefunden wurde, enthält kein radioaktives Polonium-210", hieß es in einer Mitteilung. Das habe die Analyse des Inhalts des Fläschchens ergeben, das in Vaihingen an der Enz gefunden worden war. Es sei eine gelbliche Flüssigkeit mit weißem Granulat gewesen.

Zusätzlich werde aktuell noch eine weitere Messung durchgeführt, eine Elementanalyse. Damit werde geprüft, ob in dem Fläschchen Spuren von Blei enthalten seien, hieß es weiter in der Mitteilung. Das könne Rückschlüsse darauf ermöglichen, ob in dem Behältnis früher Polonium 210 gewesen sei.

Polonium 210 habe eine Halbwertszeit von etwa 138 Tagen. Bei einer sehr alten Probe wäre der Stoff bereits komplett zu stabilem Blei 206 zerfallen, teilte das Ministerium mit. Sollte es auch keine Hinweise auf Blei geben, würden die Sicherheitsbehörden die weiteren Untersuchungen des Fläschchens übernehmen, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Fund bei Ostereiersuche

Zwei Männer hatten das Fläschchen nach Angaben der Polizei bei der Ostereiersuche in einem privaten Vorgarten nordöstlich von Stuttgart gefunden und sofort den Notruf verständigt. Die Polizei ermittelt, wie das Behältnis in den Garten gelangen konnte.

Polonium ist ein chemisches Element mit hoher Radiotoxizität und deshalb sehr gesundheitsschädlich. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist der Stoff vor allem dann gefährlich, wenn er eingeatmet oder aufgrund offener Wunden über die Haut aufgenommen wird. Schon ein Millionstel Gramm Polonium 210 kann einen Menschen töten - laut BfS innerhalb weniger Tage. Der Putin-Kritiker und frühere Geheimdienstoffizier Alexander Litwinenko etwa starb 2006 in London nach einem Anschlag mit Polonium 210.

Quelle: ntv.de, lno/dpa

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