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"Nutzen überwiegt die Risiken" Astrazeneca weist auf Thrombose-Gefahr hin

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Das Schreiben gibt auch Handlungsanweisungen für das Gesundheitspersonal nach der Impfung.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Trotz des wohl gehäuften Auftretens von Blutgerinnsel-Fällen im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung erklärt die EMA den Wirkstoff als sicher. Nun informiert der Hersteller selbst über mögliche Anzeichen einer Thrombose, betont aber gleichzeitig den hohen Nutzen des Vakzins.

Nach der Wiederaufnahme der Impfungen mit dem Mittel von Astrazeneca informiert der Hersteller Ärzte über mögliche Anzeichen einer Thrombose. In einem sogenannten Rote-Hand-Brief, der durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verbreitet wird, werden unter anderem Blutergüsse an einer anderen Stelle als dem Einstich genannt. Solche Briefe enthalten wichtige Mitteilungen über Arzneimittel. Sie werden regelmäßig an Ärzte verschickt, um sie über neue Erkenntnisse zu informieren.

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In dem nun veröffentlichten Brief heißt es, bei dem Covid-19-Vakzin von Astrazeneca überwiege der Nutzen die Risiken, "trotz eines möglichen Zusammenhangs mit sehr seltenen Thrombosen in Kombination mit einer Thrombozytopenie". Das Gesundheitspersonal solle auf entsprechende Anzeichen und Symptome achten. Die Geimpften sollten gegebenenfalls angewiesen werden, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Als Symptome werden Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen genannt. Auch Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen könnten darauf hindeuten. Umgehend einen Arzt aufsuchen sollte man auch, "wenn nach einigen Tagen auf der Haut Blutergüsse (Petechien) außerhalb des Verabreichungsortes der Impfung auftreten".

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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