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Bessere Wirksamkeit als erwartet Thrombose-Risiko laut Astrazeneca-Studie nicht höher

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Das Astrazeneca-Mittel ist ein sogenannter Vektorimpfstoff.

(Foto: AP)

Der Astrazeneca-Impfstoff ist offenbar wirksamer als bislang ermittelt - und wirkt bei Älteren sogar noch besser. Das ergibt eine Studie aus den USA, Chile und Peru. Eine weitere Erkenntnis: Das Thrombose-Risiko ist nicht erhöht. Doch der Ruf des Impfstoffs hat stark gelitten.

Der von der Universität Oxford und dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca entwickelte Covid-19-Impfstoff weist einer neuen Studie zufolge eine höhere Wirksamkeit auf als bisher ermittelt und führt nicht zu einem höheren Thrombose-Risiko. Das Unternehmen stellte die in den USA, Chile und Peru ermittelten Studienergebnisse vor. In den USA ist der Impfstoff von Astrazeneca bisher nicht zugelassen, den dafür nötigen Prozess will das Unternehmen nun starten.

In Deutschland und anderen Ländern waren die Impfungen zwischenzeitlich nach Berichten über Blutgerinnsel bei Patienten gestoppt worden, inzwischen wurden sie aber wieder aufgenommen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wie auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprachen sich für ein Festhalten an dem Impfstoff aus.

Aus der Studie geht hervor, dass der Covid-19-Impfstoff eine hundertprozentige Wirkung gegen schwere Krankheitsverläufe aufweist, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen. Die Gesamtwirksamkeit gegen das Virus liegt demnach bei 79 Prozent. Bei Teilnehmern im Alter von 65 Jahren und älter sei eine Impfstoffwirksamkeit von 80 Prozent nachgewiesen worden.

Mehr als Hälfte der Deutschen misstraut Astrazeneca

Berichte über einen schwächeren Schutz vor Ansteckungen hatten den Impfstoff lange begleitet. Erst Anfang des Monats war er in Deutschland auch für über 65-Jährige freigegeben worden, da nach Ansicht der Ständigen Impfkommission inzwischen Daten vorliegen, die die Wirksamkeit in höheren Altersgruppen "eindrücklich" belegen.

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An der Erhebung in den drei Ländern nahmen insgesamt mehr als 32.000 Menschen teil. Das Astrazeneca-Mittel ist ein sogenannter Vektorimpfstoff, der auf Erkältungsviren von Affen basiert. Er kann bei normalen Kühlschrank-Temperaturen gelagert und transportiert werden, während die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie Moderna tiefgekühlt gelagert werden müssen.

Berichte über Thrombosen in Zusammenhang mit der Astrazeneca-Impfung haben das Vertrauen in die Sicherheit zuletzt stark belastet. Rund 55 Prozent der Deutschen halten das Vakzin für unsicher, weniger als ein Drittel für sicher, heißt es in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Yougov. In Frankreich waren 61 Prozent der Befragten der Ansicht, dass der Astrazeneca-Impfstoff nicht sicher sei. Besonders deutlich stieg das Misstrauen in Spanien und Italien, wo der Anteil derjenigen, die das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers als unsicher bezeichneten, um jeweils 27 Prozentpunkte zunahm. In beiden Ländern sind jeweils weniger als 40 Prozent der Befragten von der Sicherheit des Impfstoffs überzeugt.

Quelle: ntv.de, ara/rts/AFP

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