Panorama

Abstimmung zur Zeitumstellung Athen und Nikosia ticken anders

Der Zeitumstellung schlägt das letzte Stündchen. In beinahe allen EU-Ländern haben die Bürger, die an einer Umfrage teilnahmen, die Nase voll vom Umstellen der Uhren. Nur zwei Länder haben Gefallen am Zeigerdrehen.

Bei der EU-Umfrage zur Zeitumstellung, an der allerdings noch nicht einmal ein Prozent der Bürger teilgenommen hat, hat sich eine Mehrheit für eine Abschaffung ausgesprochen. Insgesamt votierten 84 Prozent der Teilnehmer dafür, auf das zweimalige Umstellen der Uhr pro Jahr zu verzichten, wie die EU-Kommission mitteilte. In Deutschland lag der Anteil exakt genauso hoch wie im EU-Durchschnitt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will der Mehrheit folgen und die Abschaffung des Hin und Her im Frühjahr und im Herbst vorschlagen.

In der gesamten Europäischen Union haben sich nach Angaben der Kommission 4,6 Millionen Menschen an der Online-Umfrage beteiligt. Das entspricht knapp 0,9 Prozent der EU-Bevölkerung. In Deutschland lag der Anteil mit rund 3,8 Prozent weit darüber. Auch in Österreich, Luxemburg, Finnland und Estland beteiligten sich überdurchschnittlich viele Menschen. Die geringsten Teilnehmerquoten hatten Italien und Rumänien (jeweils 0,04 Prozent der Bevölkerung) sowie Großbritannien (0,02 Prozent).

Die Ablehnung der Zeitumstellung war unter den Teilnehmern in fast allen Ländern überwältigend: In Finnland und Polen erreichten die Gegner des Hin und Her Quoten von jeweils 95 Prozent, in Spanien 93, in Litauen 91 und in Ungarn und Kroatien jeweils 90 Prozent der Abstimmenden. Nur in Griechenland und Zypern waren die Befürworter der Zeitumstellung unter den Teilnehmern in der Mehrheit, mit einem Anteil von 56 Prozent beziehungsweise 53 Prozent.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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