Panorama

Brennende Autos, zerstörte Läden Ausschreitungen in Paris nach CL-Finale

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Die Polizei in Paris nahm nach eigenen Angaben 22 Personen fest.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem verlorenen Champions-League-Finale lassen Hunderte PSG-Fans ihrem Frust freien Lauf. In der französischen Hauptstadt setzen die Randalierer Fahrzeuge in Brand und beschädigen Geschäfte. Die Polizei setzt Tränengas und Gummigeschosse ein.

Nach dem 1:0-Sieg des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain im Endspiel der Champions League in Lissabon ist es am Sonntagabend in der französischen Hauptstadt zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei in Paris nahm 148 Menschen fest, wie die Polizei mitteilte.

Randalierende Fans hatten in der Nähe des Fußballstadions Parc des Princes sowie in der Umgebung der Champs Elysées ihrer Enttäuschung Luft gemacht. Um das Stadion herum kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die Tränengas und Gummigeschosse gegen die mit Feuerwerkskörpern und Flaschen bewaffnete Menge einsetzte. Entlang der Prachtstraße Champs Elysées setzten Randalierer Fahrzeuge in Brand, zerbrachen Fensterscheiben und zerstörten Geschäfte. Trotz der Corona-Pandemie hatten 5000 PSG-Fans im Stadion die Übertragung des Finales verfolgen dürfen.

Unterdessen blieb in München die Lage nach Angaben der Polizei ruhig. Hunderte Fans des FC Bayern versammelten sich nach Spielende auf der Leopoldstraße in der Innenstadt, die für Autokorsos bekannt und beliebt ist. Hupend fuhren manche über die mehrspurige Strecke, andere gingen flaggenschwenkend an ihr entlang. Einen fulminanten Korso wie in früheren Jahren gab es allerdings nicht.

Mehr als 150 zusätzliche Einsatzkräfte im Vergleich zu einem durchschnittlichen Sonntagabend seien auf den Straßen, sagte ein Polizeisprecher. Sie kontrollierten die Hygiene- und Abstandsregeln. Die meisten Menschen reagierten sehr einsichtig, so der Sprecher.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP