Panorama

Urlaubsinsel Mallorca betroffen Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Spanien aus

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Deutsche Urlauber, die dieses Jahr noch ihren Mallorca-Urlaub antreten wollen, müssen das bald unter erschwerten Bedingungen tun.

(Foto: imago images/Chris Emil Janßen)

Nachdem mehrere Regionen Spaniens bereits als Risikogebiet gelten, weitet die Bundesregierung die Reisewarnung auf das gesamte spanische Festland aus. Auch das besonders beliebte Urlaubsdomizil Mallorca ist betroffen. Nur eine bestimmte Inselgruppe bildet die Ausnahme.

Die Bundesregierung hat intern entschieden, dass Spanien bis auf die Kanaren als Risikogebiet eingestuft werden soll. Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium. Damit wird auch die spanische Ferieninsel Mallorca wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen zum Risikogebiet erklärt. Das Auswärtige Amt sprach für entsprechende Regionen eine Reisewarnung aus. Die Reisewarnung stellt kein Reiseverbot für Spanien dar.

Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich schon im Urlaubsland in den 48 Stunden vor der Abreise testen. Dann müssen sie den Test aber selbst bezahlen. Oder sie lassen sich bis zu drei Tage nach der Rückkehr in Deutschland testen. Das ist dann kostenlos. In häuslicher Quarantäne muss man so lange bleiben, bis das Testergebnis da ist. In der Regel dauert das laut Gesundheitsministerium 24 bis 48 Stunden.

*Datenschutz

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, ob es in dem entsprechenden Staat oder der Region in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Welche Länder und Regionen als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des bundeseigenen RKI hervor, die fortlaufend aktualisiert wird. Sie umfasst derzeit etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. Aus der EU stehen aktuell auch Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen sowie Teile Rumäniens und Bulgariens auf der Liste der Risikogebiete.

Spanien gehört zu den vom Coronavirus am schlimmsten betroffenen Regionen Europas. Viele Landesteile erleben derzeit eine zweite Infektionswelle. Das RKI hatte bereits die Regionen Aragon, das Baskenland, Katalonien, Madrid und Navarra als Risikogebiete eingestuft.

Quelle: ntv.de, mba/ter/rts/dpa