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Marcus Prinz von Anhalt saß bereits mehr als zwei Jahre in Untersuchungshaft.
Marcus Prinz von Anhalt saß bereits mehr als zwei Jahre in Untersuchungshaft.(Foto: picture-alliance/ dpa)
Mittwoch, 06. September 2017

Haftstrafe für Marcus von Anhalt: BGH bestätigt Urteil gegen "Protzprinz"

Der Bundesgerichtshof hat ein endgültiges Urteil gegen den Marcus Prinz von Anhalt gefällt. Der Bordellbesitzer stand bereits in niedrigeren Instanzen wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Aber vielleicht muss der "Protzprinz" gar nicht mehr ins Gefängnis.

Der Bundesgerichtshof hat die Verurteilung von Marcus Prinz von Anhalt bestätigt. Das angefochtene Urteil lautete drei Jahre Haft wegen Steuerhinterziehung. Wie das Augsburger Landgericht mitteilte, habe der BGH die Revision des 50-Jährigen verworfen. Der Bordellbesitzer und selbst ernannte "Protzprinz" war vor knapp einem Jahr in Augsburg verurteilt worden, weil er seine privaten Luxusautos wie Rolls Royce von der Steuer abgesetzt hatte.

Dies war bereits die zweite Verhandlung in Augsburg in dieser Sache. Das erste Urteil von 2015 zu vier Jahren Gefängnis hatten die Bundesrichter aus Karlsruhe noch kassiert und den Fall nach Augsburg zurückverwiesen. Bei dem neuen Schuldspruch hatte der BGH nun keine Einwände.

Anhalt hatte wegen der Vorwürfe bereits mehr als zwei Jahre in Untersuchungshaft gesessen. Da er somit bereits zwei Drittel seiner Strafe verbüßt hat, kann es gut sein, dass der 50-Jährige nicht mehr ins Gefängnis muss. Er ist derzeit auf freiem Fuß. Über die Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung werde die Strafkammer, die den Prinzen verurteilt hat, später entscheiden, erklärte Landgerichtssprecher Claus Pätzel.

Der durch zahlreiche Fernsehauftritte bekannte Rotlicht-Unternehmer wurde als Marcus Eberhardt geboren. Den adelig klingenden Namen hat er von Frederic Prinz von Anhalt gekauft.

Quelle: n-tv.de