Panorama

Kind ohne Nahrung Baby überlebt tagelang neben toter Mutter

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In einem Gitterbett überlebte das Baby zwei Tage ohne Versorgung. Seine Mutter lag daneben tot auf dem Sofa.

(Foto: imago/Westend61)

Es ist ein grauenhaftes Bild: Eine 19-jährige Mutter wird tot in ihrer Wohnung in Glasgow aufgefunden. Im Gitterbett neben ihr liegt ihr erst fünf Monate alter Sohn. Mit viel Glück überlebt der Säugling, obwohl er tagelang ohne Nahrung und Betreuung ist.

In Glasgow ist eine 19-jährige Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden, während ihr kleiner Sohn gerettet werden konnte. Über den Fall berichten mehrere britische Medien. Grund für den Tod der jungen Mutter ist höchstwahrscheinlich eine jahrelange Erkrankung.

Courtney Newlands lebt allein mit ihrem fünf Monate alten Säugling Duncan. Die 19-Jährige hat zuvor keine einfache Schwangerschaft. Aufgrund ihrer Diabetes-Typ1-Erkrankung, an der sie seit der frühen Kindheit leidet, ist es für sie eine Risiko-Schwangerschaft. Ihr Kind kommt deshalb auch zwei Monate zu früh per Kaiserschnitt auf die Welt. Immer wieder geht es Courtney schlecht und sie muss wegen der Diabetes genau auf ihre Ernährung achten.

Zu ihrer Familie pflegt sie einen engen Kontakt. Doch als sich Courtney ganze zwei Tage nicht meldete, machte sich ihre Mutter Lorraine mehr und mehr Sorgen. Sie rief vier Mal im Krankenhaus an und fragte, ob ihre Tochter dort sei.

Polizei bricht Tür auf

Schlussendlich informiert Lorraine aus Sorge um die kranke Tochter die Polizei. Die Beamten klingeln bei Courtney, aber da nichts passiert, brechen sie die Tür auf. Der Verdacht der Mutter bestätigt sich: Die 19-Jährige liegt tot auf dem Sofa. Dort soll sie, so stellt es sich später heraus, schon zwei Tage gelegen haben.

Neben ihr liegt Baby Duncan in seinem Gitterbett. Der Junge ist stark dehydriert, aber er lebt. Sofort füttern die Polizisten ihn, dann bringen Rettungskräfte das Kind ins Krankenhaus, wo er zwei Tage lang aufgepäppelt wird.

Doch für Courtney kommen die Rettungskräfte viel zu spät. Neben der Toten finden die Ermittler Insulin-Spritzen. Vermutlich ist die junge Frau an den Folgen ihrer Erkrankung verstorben, nachdem sie noch versuchte, sich mit Insulin zu spritzen. Für die Familie ist das alles umso tragischer, weil die Tochter bereits zwei Fehlgeburten erlitt und sich umso mehr darüber freute, endlich Mutter zu sein.

Quelle: n-tv.de, sgu