Panorama

Webasto-Mitarbeiter und ein Kind Bayern bestätigt weitere Coronavirus-Fälle

41daa91319762c824215318f317ba57c.jpg

Die Illustration zeigt das neuartige Coronavirus 2019-nCoV.

(Foto: dpa)

Erneut vermeldet Bayern neue Infektionen mit dem Coronavirus. Es handelt sich um den Mitarbeiter eines Autozulieferers bei München und um das Kind eines Kollegen. Damit gibt es insgesamt zwölf Fälle in Deutschland. Allen Infizierten geht es den Angaben zufolge gut.

In Bayern sind zwei weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Damit stieg die Zahl der Infizierten in dem Bundesland auf zehn und bundesweit auf zwölf Menschen. Es handelt sich um ein zweites infiziertes Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. Zudem wurde die Infektion bei einem weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei München bestätigt. Der Mann wurde in die München Klinik Schwabing gebracht.

Den zwölf in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen ging es soweit gut. Die Betroffenen aus Bayern - darunter der Vater und seine beiden Kinder - seien in "gesundheitlich stabilem Zustand", teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Einige Infizierte hätten grippeähnliche Symptome gehabt, hieß es weiter.

Der Erreger wurde nun bei acht Mitarbeitern des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München nachgewiesen. Zudem wurden zwei Kinder eines Erkrankten positiv auf die neue Lungenkrankheit getestet. Bei Webasto war zuvor eine infizierte Kollegin aus China zu Gast gewesen, die ihre Erkrankung erst auf dem Rückflug bemerkt hatte.

"Es sind gesunde Menschen"

Außerdem war das Virus bei zwei Passagieren festgestellt worden, die am Wochenende mit einem Bundeswehrflugzeug aus Wuhan zurückgeholt wurden. "Sie sind beide symptomfrei, es sind gesunde Menschen", sagte der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt am Main, René Gottschalk. Allerdings müssten sie auf der Isolierstation bleiben, bis sie virenfrei seien.

Rund 120 Passagiere des Fluges sind seit ihrer Rückkehr in einer Kaserne im pfälzischen Germersheim in Quarantäne. Sie sind nach Angaben von Landrat Fritz Brechtel weiterhin ohne Anzeichen für eine mögliche Erkrankung durch das Coronavirus. "Es sind keine Symptome bislang aufgetreten", sagte Brechtel. Ein weiterer infizierter Deutscher war auf der Kanareninsel La Gomera registriert worden. Er soll Kontakt zu einem in Deutschland infizierten Patienten gehabt haben.

Nach Einschätzung chinesischer Experten wird die Epidemie ihren Höhepunkt in 10 bis 14 Tagen erreichen. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien.

An der neuen Lungenkrankheit sind in Festland-China mittlerweile mehr Menschen gestorben als an der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Die Zahl der Toten in China erhöhte sich auf 361, die Zahl der bestätigten Infektionen in China kletterte sprunghaft um 2829 auf 17.205 Fälle. Außerhalb von Festland-China wurden rund 180 Infektionen in zwei Dutzend Ländern bestätigt, zudem gab es einen bekannten Todesfall auf den Philippinen.

In Wuhan, dem Ausgangsort der Epidemie, wurde derweil nach weniger als zwei Wochen Bauzeit ein erstes von zwei Notkrankenhäusern eröffnet. Es hat rund tausend Betten. Etwa 1400 medizinische Kräfte des Militärs betreiben das Behelfshospital, in dem Lungenkranke zentral in Quarantäne kommen und behandelt werden. Schon am Mittwoch soll die zweite rasch erbaute Klinik öffnen.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.