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Erdstoß am Pazifischen Feuerring Beben erschüttert Costa Rica

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Die gesamte Westküste Costa Ricas liegt am Pazifischen Feuerring - ein für seine seismische Aktivität bekannter Vulkangürtel.

(Foto: https://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eventpage/us2000bmiq#map)

Am späten Abend bebt in Costa Rica nahe einem beliebten Urlaubsort plötzlich die Erde. Doch das zentralamerikanische Land hat Glück im Unglück: Alle Gebäude halten dem Erdstoß stand. Dennoch gibt es Tote zu beklagen.

Ein Erdbeben hat die Pazifikküste von Costa Rica erschüttert. Wie die Seismologische Beobachtungsstelle des mittelamerikanischen Landes mitteilte, erreichte das Beben 23 Kilometer südöstlich des beliebten Badeorts Jacó eine Stärke von 6,5. Binnen acht Minuten wurden in der Region zwei Nachbeben registriert, das heftigste mit einer Stärke von 5,1.

Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht, jedoch berichtete die Zeitung "La Nación" von zwei Menschen, die in Folge eines Schocks an Herzinfarkten starben. Zudem war das Beben in weiten Teilen des Landes zu spüren. In der Hauptstadt San José wackelten Gebäude mehrere Minuten lang, in einigen Gegenden fielen der Strom und das Handynetz aus.

Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist. Auch in Nicaragua und in Panama war das Erdbeben zu spüren, es wurden aber keine Schäden registriert.

Einen Zusammenhang mit dem Erdbeben im Irak und Iran kann Marco Bohnhoff vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam (GFZ) nicht vollständig ausschließen, hält ihn aber für unwahrscheinlich: Die Gebiete seien einfach zu weit voneinander entfernt, erklärte er.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa/AFP

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