Panorama

Schicksal von 66 Menschen unklar Behörde: Vermisstes Flugzeug ist abgestürzt

Am frühen Morgen verschwindet eine Passagiermaschine der Airline Egypt Air plötzlich vom Radar: Das Flugzeug mit 66 Menschen an Bord war auf dem Weg von Paris nach Kairo. Sofort startet eine groß angelegte Suchaktion - und nun bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen.

Die seit den frühen Morgenstunden vermisste Passagiermaschine der Fluggesellschaft Egypt Air ist nach ersten Suchergebnissen abgestürzt. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Kreise aus dem Luftfahrtministerium in Kairo. Demnach sei die Absturzursache völlig unklar. Das Flugzeug mit 66 Menschen an Bord - darunter 56 Passagiere, drei Sicherheitsleute und sieben Crew-Mitglieder - war auf dem Flug von Paris nach Kairo, wie Egypt Air am Morgen per Twitter mitteilte.

Die Maschine mit der Flugnummer MS804 war um 23.09 Uhr vom Flughafen Charles de Gaulle gestartet. Zuletzt hatte das Radar die Maschine über dem Mittelmeer - kurz vor der ägyptischen Küste - gegen 2.30 Uhr erfasst. Sie sollte nur 40 Minuten später in Kairo landen. Laut Ahmed Abdel, dem Vize-Chef von Egypt Air, gab es keinen Notruf. Anders lautende Berichte dementierte das ägyptische Militär am Vormittag. n-tv.de aktualisiert die Informationen fortlaufend im Liveticker.

Piloten meldeten keine Probleme

Nach Angaben des Chefs der griechischen zivilen Luftfahrtbehörde beim Verlassen des griechischen Luftraums nicht mehr gemeldet. "Als sie zunächst die Insel Kea (nahe Athen) überflogen, haben sie sich normal gemeldet und keine Probleme erwähnt", sagte Konstantinos Lintzarakis dem griechischen Nachrichtensender Skai. Die Piloten hätten sich aber nicht - wie üblich - beim Verlassen des griechischen Flug-Kontrollraums südlich der griechischen Insel Karpathos gemeldet. Anschließend verschwand das Flugzeug von den Radarschirmen.

Programmhinweis

n-tv berichtet über den Ausnahmezustand in der Türkei in einem News Spezial um 12.30 Uhr und 13.30 Uhr.

Der Airbus habe sich auf einer Höhe von mehr als 11.000 Metern befunden, hieß es laut Egypt Air. Der Kontakt sei abgebrochen, kurz nachdem sie den ägyptischen Luftraum erreicht hatte. Griechische Medienberichte, wonach Augenzeugen einen Feuerball am Himmel gesehen haben, konnten bisher nicht bestätigt werden. Unterdessen sind ägyptische und griechische Rettungskräfte an dem Ort angekommen, an dem die Passagiermaschine vom Radar verschwunden war.

Passagiere aus zwölf Nationen

Egypt Air berichtete auf Twitter, es seien neben 15 Franzosen und 30 Ägyptern auch Passagiere aus zehn weiteren Nationen an Bord gewesen. Deutsche sind allerdings nicht darunter. Für die Angehörigen der Vermissten hat Egypt Air eine Hotline eingerichtet - zusätzlich stehe ein Terminal am Kairoer Flughafen für sie zur Verfügung. Ein Notfallteam kümmere sich nach Angaben einer Flughafensprecherin um die Familien. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums brach der ägyptische Luftfahrtminister Scherif Fathi einen Besuch in Saudi-Arabien ab und machte sich auf den Weg nach Kairo.

Wie der "Guardian" berichtet, hat die französische Regierung für 6.30 Uhr zudem eine Krisensitzung einberufen. Frankreichs Präsident François Hollande habe bereits mit dem ägyptischen Regierungschef Abdel Fattah el-Sisi telefoniert. Ein Sprecher Hollandes sagte, die beiden Länder würden bei der "Ermittlung der Umstände für das Verschwinden der Maschine" zusammenarbeiten. Der französische Premier Manuel Valls teilte mit, es könne "keine Theorie ausgeschlossen werden".

Erst im März war eine "Egypt Air"-Maschine in Zypern entführt worden. Der aus Ägypten stammende Entführer hatte sich nach einem stundenlangen Nervenkrieg mit der Polizei gestellt. Alle Geiseln waren unverletzt geblieben. Ende Oktober war zudem ein russischer Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel abgestürzt, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Zu der Tat, bei der 224 Menschen getötet wurden, hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

Quelle: ntv.de, vpe/jug/dpa

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