Panorama

Nach Verkehrsunfall in KlinikBei Freigang in Peine entflohener Mörder in Italien gefasst

18.06.2026, 17:53 Uhr
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Mehrere Hinweise führten die Fahnder zum entflohenen Häftling. (Foto: picture alliance/dpa)

Am Dienstag flieht in Peine ein verurteilter Mörder bei einem begleiteten Freigang mit einem Motorrad. Er schafft es bis nach Italien, wo er in einen Unfall verwickelt wird, sodass es zur Festnahme kommt.

Der bei einem begleiteten Freigang in Niedersachsen geflohene Mörder ist in Italien festgenommen worden. Die Polizei fand den zu lebenslanger Haft verurteilten Mann in einem Krankenhaus, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen mitteilte. Er war in der Region Venetien in einen Unfall verwickelt und wurde in der Klinik behandelt.

Der 42-Jährige war am Dienstagnachmittag in Peine auf einem Motorrad geflohen. Nach Angaben des Justizministeriums in Hannover hatte der Straftäter im Rahmen seines Freigangs gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt die Wohnung seiner Mutter besucht. Nach ersten Erkenntnissen nutzte er einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um mit seinem in dieser Garage abgestellten Motorrad wegzufahren. 

Nach einer erfolglosen Suche nach dem Häftling aus der Justizvollzugsanstalt Celle startete das Landeskriminalamt eine Öffentlichkeitsfahndung - mit Fotos, Namen und Personenbeschreibung des Mannes. "Mehrere Hinweise führten die Fahnderinnen und Fahnder schließlich auf eine Spur nach Italien", teilten die Ermittler mit. 

Lebenslange Haft nach Mord an Internet-Bekanntschaft

Die weiteren Hintergründe des Verkehrsunfalls sind derzeit ungeklärt. Auch zu den Verletzungen des Mannes machten die Ermittler keine Angaben. Italienische Beamte nahmen den 42-Jährigen fest. Der Deutsche verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Er hatte im Jahr 2010 eine damals 23-Jährige aus Peine mit Messerstichen getötet.

Für den Mord an der Internet-Bekanntschaft verurteilte das Landgericht Hildesheim den damals 27-Jährigen 2011 zu lebenslanger Haft und stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Entlassung des Täters aus der Haft nach 15 Jahren war damit nahezu ausgeschlossen. Der Mann hatte die Tat vor Gericht gestanden. Dem Ministerium zufolge muss der Mann mindestens 19 Jahre im Gefängnis bleiben.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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