Panorama

Ausbruch unter dem Fernsehturm Berlin sucht Partygäste vom Alexanderplatz

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Nachts ...

(Foto: imago images/Dirk Sattler)

"Völlig überfüllte Lokale" schüren in Berlin die Angst vor einem größeren Corona-Ausbruch. Ein Restaurant nahe dem Alexanderplatz ist bereits betroffen: Mindestens zehn Gäste sind nach einem Partyabend infiziert. Der Bezirk Mitte ruft andere Anwesende auf, sich zu melden. Der Bar droht ein Bußgeld.

Die Berliner Gesundheitsbehörden suchen nach allen Gästen, die den Abend des 10. Juli in einem Lokal unter dem Fernsehturm neben dem Alexanderplatz verbracht haben. Wer sich zwischen 21 Uhr und 3 Uhr im Restaurant "Mio Berlin" aufgehalten habe, werde gebeten, sich mit dem Gesundheitsamt Berlin-Mitte oder dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen, erklärte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel. Betroffen seien teils Berliner, teils Menschen aus anderen Städten.

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... wird auch unter dem Berliner Fernsehturm in der Nähe des Alexanderplatzes viel und gerne gefeiert.

(Foto: imago images/Rolf Zöllner)

Bei dem Restaurant handelt es sich um eine zu einem Tanzlokal umgebaute Bar. Nach dem Abend am 10. Juli wurden mindestens zehn Gäste positiv auf das Coronavirus getestet - laut Bezirk unter anderem, weil Corona-Vorschriften missachtet wurden. In dem Lokal habe eher eine Party als ein normaler Restaurantbetrieb stattgefunden, heißt es. "Das Restaurant muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen."

Der Bezirk erklärte weiter, dass die Liste mit den Kontaktdaten der Gäste "unvollständig und fehlerhaft" sei. Wie viele Menschen sich am betreffenden Abend dort aufhielten, sei unklar. "Rund 1200 Personen passen in die Räumlichkeiten und es soll an diesem Abend ziemlich voll gewesen sein", hatte sich Bezirksbürgermeister von Dassel im "Tagesspiegel" geäußert.

"Völlig überfüllte Lokale"

Von Dassel hatte sich bereits am Mittwoch beschwert, dass in der Gastronomie "immer häufiger" die geltenden Regeln zur Eindämmung der Epidemie "grob missachtet" würden. Er verwies dabei auch auf Berichte des RBB über "völlig überfüllte Lokale" entlang der Tor- und Brunnenstraße in Berlin-Mitte, die gerade bei Touristen zu beliebten Ausflugszielen gehören.

In einem Offenen Brief forderte der Bezirksbürgermeister deshalb Inhaber von Bars, Kneipen und Restaurants auf, weiterhin ausnahmslos die in der Corona-Pandemie geltenden Abstands- und Hygieneregeln durchzusetzen sowie Schutzmaßnahmen konsequent zu befolgen. "Gewähren Sie unbedingt nur so vielen Menschen Zutritt, wie das zurzeit gestattet ist, um die Abstandsregeln einzuhalten", schreibt er unter anderem. "Und führen Sie bitte verlässliche Kontaktlisten, damit alle Ihre Besucher informiert werden können, wenn sich eine infizierte Person in Ihrem Lokal aufgehalten hat."

Auch eine Drohung war enthalten: "Bitte lassen Sie es nicht so weit kommen, dass Ihr Betrieb wegen massiver Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung von Ordnungsamt und Polizei sanktioniert und in letzter Konsequenz geschlossen werden muss", warnte von Dassel. Er kündigte verstärkte Kontrollen auf der Partymeile des Bezirks an. Vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr hatte es ähnliche Fälle nach entdeckten Infektionen bei Clubbesuchern gegeben.

Quelle: ntv.de, chr/dpa