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Zusammenprall bei Lübeck Betreuer stirbt nach Busunfall

Bei dem Busunfall am vergangenen Samstag wurden insgesamt 52 Menschen verletzt, die meisten davon Kinder.

Bei dem Busunfall am vergangenen Samstag wurden 52 Menschen verletzt, die meisten davon Kinder.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Tage nach einem Busunfall mit 52 Verletzten erliegt der 22-jährige Betreuer einer Jugendgruppe seinen Verletzungen. Die Polizei ermittelt noch zur Unfallursache.

Der 22 Jahre alter Betreuer einer Jugendgruppe aus Hessen, der am Samstag bei einem Busunfall in Schleswig-Holstein lebensgefährlich verletzt worden war, ist tot. Er erlag in einem Lübecker Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Ein Reisebus mit 38 Kindern im Alter von 12 bis 14 Jahren war bei Rüting in der Gemeinde Grömitz nördlich von Lübeck frontal mit einem Rettungswagen zusammengestoßen. Dabei waren insgesamt 52 Menschen verletzt worden.

Der Bus mit der Jugendgruppe und mehreren Betreuern an Bord war auf dem Rückweg von einer Veranstaltung in ihr Jugendlager in Dahme an der Ostsee, als er mit einem Rettungswagen im Einsatz kollidierte.

Ersten Polizeierkenntnissen zufolge wollte ein vor dem Bus fahrender Autofahrer nach links abbiegen, wartete aber, um den Rettungswagen passieren zu lassen. Den Ermittlungen zufolge soll der Busfahrer daraufhin in den Gegenverkehr gefahren sein, um dem stehenden Auto auszuweichen. Dabei kam es gegen 18.40 Uhr am Samstag zur Kollision.

Dabei schlitterte der Bus in eine Böschung. Die Front wurde stark beschädigt, Teile des Rettungswagens durchbrachen die Scheibe. Der Rettungswagen sei durch die Wucht des Aufpralls umgekippt und noch einige Meter über die Straße geschleudert worden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Verletzten wurden in Kliniken gebracht. Darunter war auch die zweiköpfige Besatzung des Rettungswagens. Mehrere Mitfahrer aus dem Bus wurden noch am Abend zurück ins Ferienlager gebracht, wo sie nach Angaben der Regionalleitstelle seelsorgerisch betreut wurden. Ein Gutachter war an der Unfallstelle vor Ort, die Polizei ermittelt noch zur Unfallursache.

Quelle: ntv.de, psa/dpa