Panorama

Türeci forscht zu Krebstherapien Biontech-Gründerin wird Professorin in Mainz

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Mit der Universität Mainz ist Türeci seit Jahrzehnten verbunden - sie hat dort habilitiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit ihrem Unternehmen Biontech entwickelte sie als eine der ersten einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Mit einer Professur an der Universität Mainz widmet Özlem Türeci künftig einem anderen Ihrer Forschungsschwerpunkte noch mehr Zeit. Ein Hoffnungsschimmer für Krebspatienten.

Die Biontech-Gründerin Özlem Türeci hat eine Professur für personalisierte Immuntherapie an der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität und dem Helmholtz-Institut für Translationale Onkologie in Mainz übernommen. Die 54-Jährige solle "die Entwicklung innovativer Immuntherapiekonzepte und deren präklinische Erforschung vorantreiben", teilte das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) am Dienstag in Heidelberg mit.

Ihre Ernennungsurkunde wurde Türeci demnach am Montag überreicht. Sie wolle dazu beitragen, das Immunsystem des Patienten "mit personalisierten Ansätzen zu einer starken Waffe gegen den Krebs zu machen", erklärte Türeci. "Ihre Expertise in der Entwicklung innovativer Krebsimmuntherapien sucht weltweit ihresgleichen", teilte der DKFZ-Vorstandsvorsitzende Michael Baumann mit. Universitätspräsident Georg Krausch erklärte, Türeci sei eine "exzellente Wissenschaftlerin für das Team der Johannes-Gutenberg-Universität" in Mainz.

Türeci hatte sich 2002 an der Universitätsmedizin Mainz habilitiert. Anschließend wurde sie Arbeitsgruppenleiterin in einem immunologischen Sonderforschungsbereich. An der Mainzer Universitätsmedizin war sie seit ihrer Habilitation als Privatdozentin im Bereich der Krebsimmuntherapie tätig.

2009 war Türeci an der Gründung des Pharmaunternehmens Biontech beteiligt, dessen medizinische Vorständin sie ist. Sie und ihr Ehemann Ugur Sahin wurden für die Entwicklung des Corona-Impfstoffs von Biontech zuletzt mit der Ehrendoktorwürde der Universität Köln sowie dem Paul-Ehrlich-Preis ausgezeichnet.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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