Panorama

Neue Nationalität nach Brexit Boris Johnsons Vater will französischen Pass

Stanley Johnson (links) und sein Sohn Boris Johnson haben wohl Meinungsverschiedenheiten.

Stanley Johnson (links) und sein Sohn Boris Johnson haben wohl Meinungsverschiedenheiten.

(Foto: REUTERS)

Der Vater des britischen Premiers war bis 2016 strikter Brexit-Gegner. Dann änderte er seine Meinung. Jetzt, wo der Brexit beschlossene Sache ist, hat er sich wohl wieder umentschieden - er möchte die französische Staatsbürgerschaft beantragen.

Der Vater des britischen Premierministers Boris Johnson wird einem Zeitungsbericht zufolge wegen des Brexit die französische Staatsangehörigkeit beantragen. Die Mutter des 79-jährigen Stanley Johnson sei im französischen Versailles geboren worden, berichtete die "Sunday Times" unter Berufung auf ein Buch von Johnsons Tochter Rachel. "Das ist eine gute Nachricht, ich könnte auch Französin werden", schreibt Rachel Johnson demnach in ihrem Buch "Rake's Progress: My Political Midlife Crisis".

Stanley Johnson war einer der ersten britischen Beamten in Brüssel, Mitglied des Europäischen Parlaments und der Kommission. Bis 2016 war er ein strikter Brexit-Gegner, schwenkte dann aber um. Der Austritt Großbritanniens aus der EU war von seinem Sohn Boris maßgeblich vorangetrieben worden.

Auch bei anderen Themen haben Boris und Stanley Johnson wohl Meinungsverschiedenheiten: Wie sein Sohn ist auch Stanley Johnson nicht auf den Mund gefallen und machte sich kürzlich über die Regierungsanweisungen zur Corona-Krise lustig. "Boris hat gesagt, wir sollten es vermeiden, ins Pub zu gehen. Aber wenn ich ins Pub gehen muss, werde ich auch ins Pub gehen", sagte er dem Sender ITV.

Quelle: ntv.de, agr/AFP