Brand wegen heißer SchlackeStaplerfahrer bei Aurubis stirbt nach schwerem Unfall

Eine heiße Substanz fällt im Hamburger Werk eines Metallproduzenten auf einen Gabelstapler. Für einen Arbeiter kommt jede Rettung zu spät.
Bei einem schweren Arbeitsunfall im Hamburger Werk des Kupferproduzenten Aurubis ist ein 42 Jahre alter Arbeiter ums Leben gekommen. In einer Werkshalle sei am späten Freitagabend heiße Schlacke auf den Gabelstapler des Mannes gefallen, hieß es vom Lagedienst der Feuerwehr. Durch den Kontakt mit der Substanz, die in der Produktion als Nebenprodukt entsteht, sei das Fahrzeug dann in Brand geraten.
Augenzeugen zufolge war der Mann mit einem großen Gabelstapler in einer der Werkshallen unterwegs und transportierte laut Polizei flüssiges Metall. Was dann genau passierte, ist unklar. Plötzlich fing der Gabelstapler Feuer – möglicherweise durch die glühende Metallmasse. Der Mann wurde so schwer verletzt, dass jede Hilfe zu spät kam.
Der Unfall habe sich in der Rohhütte Werk Nord, einem nachgelagerten Bereich der Primärkupferproduktion, ereignet, erklärte ein Unternehmenssprecher. Bei der Entleerung eines Kübels mit Rückständen von schmelzflüssigem Material sei es zu einer Verpuffung gekommen, heißt es. Der Mitarbeiter im Gabelstapler - nach Angaben der Polizei 42 Jahre alt - habe tödliche Verletzungen erlitten, ein weiterer Mitarbeiter sei leicht verletzt.
Massiver Feuerwehreinsatz
Mehrere Arbeiter, die den Unfall mit angesehen hatten, mussten vom Kriseninterventionsteam betreut werden. Die Berufs- und die Werksfeuerwehr löschten den Brand. Die Hamburger Feuerwehr war mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort.
Der Vorstandsvorsitzende der Aurubis AG, Toralf Haag, äußerte sich tief betroffen über den tragischen Unfall und sprach den Angehörigen und weiteren Betroffenen sein Mitgefühl aus. "In enger Kooperation mit den zuständigen Behörden werden wir den Unfall vollständig und detailliert aufarbeiten", kündigte er an.
Vor zwei Jahren war bei Aurubis ein Mitarbeiter einer Fremdfirma bei Verladearbeiten ums Leben gekommen. 2023 starben bei einem der schwersten Unfälle der Firmengeschichte gleich drei Arbeiter, nachdem sie bei Wartungsarbeiten Stickstoff eingeatmet hatten.