Panorama

Debatte über Hilfsmittel Brauchen alle Bürger einen Mundschutz?

Medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken sind derzeit heiß begehrt. Vor allem Ärzte, Pflegepersonal und kranke Menschen benötigen sie. Jetzt ist eine Debatte darüber entbrannt, ob jeder Bürger eine Maske braucht. Der Chef der Bundesärztekammer äußert sich nun dazu.

Bei der fortschreitenden Coronavirus-Pandemie gerät die medizinische Schutzmaske immer wieder in den Fokus der Debatte. Ärzte, Pflegepersonal und Erkrankte müssen sie tragen und beklagen einen Notstand bei der Ausrüstung. Doch braucht auch die restliche Bevölkerung im Kampf gegen das Coronavirus solche Masken?

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat nun zum Tragen von Schutzmasken einfacher Art geraten. "Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum", sagte der 59-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Masken würden keinen Schutz vor einer Ansteckung garantieren. "Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden."

Einfache Masken aus Stoff oder anderen Materialien seien zwar nur ein Hilfskonstrukt. "Aber sie sind besser als nichts, weil sie die Atemluft filtern", sagte der Allgemeinmediziner, der von dem Kauf professioneller Schutzmasken dringend abriet: "Wenn Sie nicht im Gesundheitswesen tätig sind oder entsprechende Vorerkrankungen haben, dann brauchen Sie keine FFP-2- oder FFP-3-Masken."

Einige Bürger basteln sich in der aktuellen Corona-Krise selbst Mundschutz-Masken. Im Internet kursieren zahlreiche Anleitungen, wie sich jeder selbst einen einfachen Schutz aus Stoff nähen kann, um dafür zu sorgen, dass eben nicht medizinische Masken gekauft werden.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa