Panorama

Haltbarkeitsdatum überschritten Bundesländer vernichten 17 Millionen abgelaufene Corona-Masken

Ein gebrauchter orangefarbener Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Gehweg.

Zu viel gekauft, zu wenig verbraucht: Millionen von Masken müssen drei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie vernichtet werden.

(Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild)

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In der Hochphase der Pandemie kaufen die Bundesländer Millionen von medizinischen Masken. Viele davon wurden nie genutzt - und haben nun ihr Haltbarkeitsdatum überschritten. Mehr als 17 Millionen Masken wurden deshalb vernichtet, weitere sollen folgen.

Vier Bundesländer haben insgesamt mehr als 17 Millionen abgelaufene Corona-Masken verbrannt. Dies geht aus einer Umfrage der "Welt" bei allen Ländern hervor. So wurden in Baden-Württemberg 6,1 Millionen, in Sachsen 5,5 Millionen, in Nordrhein-Westfalen 5 Millionen und in Mecklenburg-Vorpommern 656.000 Masken vernichtet. Elf Bundesländer teilten mit, bisher keine Corona-Masken entsorgt zu haben, einige planten dies aber.

Thüringen konnte über die Art der Verwertung keine Angaben machen. Auch das Bundesgesundheitsministerium in Berlin hat in den vergangenen Monaten Masken "energetisch verwertet". Die Zahl liege bislang "unter einer Million Stück", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Die nun vernichteten Masken wurden in der Hochphase der Pandemie eingekauft und hatten ihr Haltbarkeitsdatum überschritten.

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Mehrere Landesministerien wollen künftig noch weitere Masken vernichten lassen. Sie können allerdings bisher nur Masken verbrennen, die sie auch selbst eingekauft haben. Für Masken, die der Bund beschafft und an die Länder verteilt hat, brauchen sie hierfür die Zustimmung der Bundesregierung. Auf die Frage, wann eine Zustimmung erteilt werden kann, antwortete ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums: "Das BMG steht im regelmäßigen Austausch sowohl mit den Ländern als auch mit der Generalzolldirektion."

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte vergangene Woche Freitag angekündigt, dass die Maskenpflicht zum 2. Februar in Fernzügen und -bussen vorzeitig auslaufe. Weil Anfang Februar auch in den letzten Bundesländern die Maskenpflicht im Regionalverkehr enden soll, können Bürgerinnen und Bürger dann bundesweit in sämtlichen Verkehrsmitteln auf den Corona-Schutz verzichten. Laut Infektionsschutzgesetz sollte die Maskenpflicht im Fernverkehr eigentlich bis zum 7. April andauern. Lauterbach kann diese Regelung per Rechtsverordnung aussetzen.

Quelle: ntv.de, vmi/dpa

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