Panorama

Unwetterkatastrophe im Westen Bundeswehr hilft mit Panzern bei Rettung

46eaf979e21120577f89746e975f655d.jpg

Im nordrhein-westfälischen Hagen rückt die Bundeswehr mit schwerem Gerät an, um bei den Arbeiten zu unterstützen.

(Foto: dpa)

Um bei der Rettung der Menschen zu helfen und die immensen Schäden zu beseitigen, benötigen die Hochwasserregionen in NRW und Rheinland-Pfalz Hilfe. Die kommt in Form von Hubschraubern, Bergepanzern und anderen Fahrzeugen der Bundeswehr. Auch aus Bayern rückt Unterstützung an.

Die Bundeswehr setzt bei der Unwetterkatastrophe im Südwesten und Westen Deutschlands Soldaten und schweres Gerät zur Rettung ein. Insgesamt helfen 500 Soldatinnen und Soldaten. In Nordrhein-Westfalen seien 200 Männer und Frauen mit Bergepanzern, Radladern, schweren Lastwagen und dem Transportpanzer Fuchs in den Einsatz geschickt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

In Rheinland-Pfalz sind demnach 70 Soldaten mit vier Unimogs und Krankenwagenausstattung unterwegs. Diese sind watfähig, können also auch in überschwemmten Dörfern fahren. Das Heer schickte Hilfe aus der Luft. "Zwei Transporthubschrauber NH90 und zwei Rettungshubschrauber LUH SAR sind ab sofort für die Amtshilfe einsatzbereit & unterstützen das Kommando Territoriale Aufgaben", schrieben die Landstreitkräfte auf Twitter.

Hilfe bekommen die betroffenen Regionen auch aus Bayern. Die Bayerische Bereitschaftspolizei schickte zwei "Edelweiß"-Hubschrauber nach Rheinland-Pfalz. Neben der Flugbesatzung sind in den Hubschraubern "Edelweiß 5" und "Edelweiß 7" auch zwei Luftrettungsspezialisten der Wasserwacht und des Bayerischen Roten Kreuzes, um gezielt bei der Rettung aus den Hochwassergebieten zu helfen, wie die Polizei mitteilte.

Söder bietet Hilfe an

Die Maschinen würden die in Koblenz ansässige Hubschrauberstaffel unterstützen. Normalerweise fliegen die "Edelweiß"-Hubschrauber der Bayerischen Bereitschaftspolizei ihre Einsätze in Bayern und helfen den Einsatzkräften am Boden bei der Suche nach Vermissten und bei Fahndungen.

Luftrettungsspezialisten des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) wurden zudem nach Koblenz entsendet, wo sie die Rettungskräfte unterstützen sollten. Die bayerischen Fachleute sind nach Angaben eines BRK-Sprechers darauf spezialisiert, aus der Luft abgeseilt zu werden und Menschen aus Gebäuden zu retten. Auch Hilfe für das ebenfalls schwer getroffene Nordrhein-Westfalen sei angedacht, sagte der Sprecher.

Die Hubschrauber sind Teil der Unterstützung, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zuvor angeboten hatte. Der CSU-Chef sagte: "In dieser schlimmen Situation ist Solidarität gefragt: Bayern bietet Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz jedwede Hilfe an, um die Schäden des katastrophalen Unwetters zu beseitigen."

Ein weiteres Hilfsangebot für die Bundesländer, aber auch für die betroffenen Nachbarn Belgien, Luxemburg und Niederlande, kam von der Europäischen Union. "Die EU ist bereit zu helfen", twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Über den Europäischen Zivil- und Katastrophenschutz könnten die Länder Hilfsmaßnahmen anfordern.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.