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Auch Kinder unter den Opfern Bus stürzt in Sibirien von Brücke

Auf einer Brücke in Sibirien kommt ein Bus von der Fahrbahn ab und stürzt sechs Meter in die Tiefe auf einen zugefrorenen Fluss. Viele Menschen kommen ums Leben, unter ihnen auch Kinder. Ein Defekt könnte bei dem Unfall eine Rolle gespielt haben.

Bei einem schweren Busunglück in Sibirien sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Vermutlich wegen eines geplatzten Reifens habe der Fahrer am Nachmittag (Ortszeit) die Kontrolle über den Reisebus nahe der Stadt Sretensk östlich des Baikalsees verloren, teilten Behörden mit. Daraufhin habe das Fahrzeug mit 43 Passagieren an Bord eine Absperrung durchbrochen und sei etwa 6 Meter von einer Brücke auf den zugefrorenen Fluss Kuenga gestürzt.

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Auf Bildern war zu sehen, wie der schwer beschädigte Bus auf dem Dach auf dem Eis liegt. Weitere 21 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Unter den Opfern sind Medienberichten zufolge auch Kinder. Details waren zunächst nicht bekannt. Nach offiziellen Angaben waren mehr als 70 Rettungskräfte im Einsatz.

Die Temperaturen in der Region Sabaikalsk, wo sich das Unglück ereignete, lagen am Sonntag bei minus 18 Grad; der Fluss war mit einer dicken Eisschicht bedeckt. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein, die klären soll, ob sämtliche Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

Schwere Verkehrsunfälle sind in Russland ein großes Problem. Oft sind sie auf betrunkene Fahrer, den schlechten Zustand der Straßen und die Missachtung von Verkehrsregeln zurückzuführen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten jedoch gesunken - auf rund 20.000 pro Jahr.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP