Panorama

Kulturhauptstadt Europas 2025 Chemnitz soll zum Aushängeschild werden

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Chemnitz setzte sich in der letzten Runde gegen Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg durch.

(Foto: imago images/HärtelPRESS)

Das Kulturhauptstädteprogramm der EU soll die gemeinsame europäische Kultur fördern. Für das Jahr 2025 soll Chemnitz zum Repräsentanten werden - und dank Stadtentwicklungsprojekten und Tourismus-Boom kräftig davon profitieren. Sachsens Landeschef Kretschmer zeigt sich begeistert.

Chemnitz soll deutsche Kulturhauptstadt Europas 2025 werden. Das gab die Vorsitzende der internationalen Auswahljury, Sylvia Amman, bekannt. Die sächsische Stadt setzte sich in dem von der Kulturministerkonferenz der deutschen Bundesländer organisierten Verfahren gegen Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg durch. Die Empfehlung des Gremiums bildet die Grundlage für die finale Entscheidung der Kulturministerkonferenz von Bund und Ländern. Sie soll laut Planung bis Ende dieses Jahres fallen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte die breite Unterstützung der Landesregierung zu. Diese werde ihren Beitrag dazu leisten, "dass dieses Jahr 2025 zu einem ganz besonderen wird - mit einer Ausstrahlung, mit einem Impuls für Chemnitz, für Sachsen, für Deutschland und für die gesamte Europäische Union", sagte Kretschmer. "Was für eine Arbeit, was für ein Engagement, wie viel Kreativität und wie viele kluge Ideen waren dazu notwendig", sagte Kretschmer und gratulierte der Stadt.

Das Kulturhauptstädteprogramm ist eine EU-Initiative, mit der die Verbundenheit zur gemeinsamen europäischen Kultur gefördert und die Vielfalt Europas verdeutlicht werden soll. Pro Jahr gibt es zwei Kulturhauptstädte aus zwei Mitgliedstaaten. Welche Länder in welchem Jahr gemeinsam Kulturhauptstädte benennen, wird lange vorab festgelegt. 2025 sind dies Slowenien und Deutschland.

Partnerstadt entscheidet sich im Dezember

Die Entscheidung über die slowenische Partnerstadt erfolgt nach Angaben der EU im Dezember. Das Kulturhauptstädteprogramm soll auch die Entwicklung der beteiligten Städte unterstützen. So soll es einen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten, den Tourismus beleben und das Ansehen der Städte in den Augen der Bewohner verbessern.

Für das zweistufige nationale Auswahlverfahren ist eine Jury aus Vertretern von EU-Institutionen sowie Mitgliedstaaten zuständig. Ursprünglich bewarben sich acht Städte. Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Chemnitz und Nürnberg schafften es in die zweite Runde und reichten dabei noch einmal genauere Bewerbungskonzepte ein.

Quelle: ntv.de, mba/AFP/dpa