Panorama

Möglicher Virus-Ausbruchsort China plant harte Strafen für Wildtierhandel

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In China sind Märkte sehr beliebt. Doch der Handel mit Wildtieren soll nun - wegen Corona - strenger bestraft werden.

(Foto: imago images/Christine Roth)

China will die illegale Jagd und den Handel mit Wildtieren streng bestrafen. Das geht aus dem heute veröffentlichten Arbeitsbericht der Regierung für die jährliche Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking hervor. Damit solle ein Verbot umgesetzt werden, das im Januar als Folge des Coronavirus-Ausbruchs verhängt wurde.

Das neuartige Virus hatte sich Ende 2019 auf einem Markt in Wuhan ausgebreitet, auf dem Wildtiere wie Fledermäuse und Schuppentiere verkauft wurden. Von solchen Tieren könnte sich das Virus auf Menschen übertragen haben. Woher das Sars-Cov-2-Virus stammt, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.

Wuhan, Shanghai und andere Großstädte haben den Verzehr von Wildtieren bereits verboten. Mehrere Provinzen haben zudem Pläne zur Eindämmung von Jagd, Zucht und Handel verabschiedet. Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie haben bereits zwei Provinzen in China Entschädigungsprogramme angekündigt, um Betrieben eine Alternative zu Haltung und Verkauf von Wildtieren zu bieten. Fledermäuse oder Schuppentiere, die in Teilen Chinas als Delikatesse gelten, könnten den Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 auf den Menschen übertragen haben.

Quelle: ntv.de, sgu/AFP/rts