Panorama

Testergebnisse digital abrufbar Corona-Warnapp soll Türöffner werden

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Wenn die dritte Welle gebrochen ist, soll die Corona-App mit einer weiteren Funktion glänzen.

(Foto: picture alliance / Andreas Franke)

Shopping, Gastronomie, Sport- oder Kulturveranstaltungen - mit einem negativen Test könnte das bald schon wieder möglich sein. Helfen soll da die Corona-App, die zur digitalen Eintrittskarte wird. Als "Freischein" dürfe ein negativer Test laut Gesundheitsminister Spahn jedoch nicht verstanden werden.

Die Menschen in Deutschland sollen nach dem erhofften Abebben der dritten Corona-Welle auch mithilfe von Testergebnissen auf dem Smartphone einkaufen oder zu Veranstaltungen gehen können. "Wir wollen es im Laufe des Aprils schaffen, dass die Testergebnisse dann auch auf der Corona-Warnapp gespeichert werden können und zur Verfügung stehen", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin bei der Eröffnung einer neuen Station für kostenlose Bürgertests. "Dafür braucht es Schnittstellen, dafür müssen wir die Systeme vernetzen."

Man brauche die Testergebnisse dann möglicherweise, "wenn wir testgestützt öffnen, für den Einzelhandel, für die Außengastronomie, für Theater oder auch Fußballspiele", sagte Spahn. "Dafür ist diese digitale Anbindung." Weiter ergänzte Spahn: "Das ist der Teil, der kommt, wenn wir diese dritte Welle gebrochen haben." Nach dem Brechen der Welle auch mithilfe der geplanten Bundes-Notbremse könne eine Perspektive gegeben werden. "Seit dem 8. März übernimmt der Bund die Kosten für mindestens einen Test pro Woche."

Mittlerweile gebe es mindestens 15.000 Teststationen in Deutschland. "Der Test ist kein Freischein", betonte der Minister zugleich. "Der Test gibt zusätzliche Sicherheit, aber keine hundertprozentige." Sehr wichtig sei, "dass auch trotz oder mit Test die Regeln - Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske, etwa eben im Einzelhandel - auch weiterhin zählen". Zugleich mache das Impfen Fortschritte. "Wir werden heute im Laufe des Tages 20 Prozent der Deutschen erreichen - dass also jeder fünfte Deutsche mindestens einmal geimpft worden ist. Aber das reicht noch nicht, um die Welle zu brechen."

Die neue Funktion soll nicht in Konkurrenz zur Luca-App treten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert bereits Anfang April. Beide Anwendungen sollen sich zudem miteinander verbinden können. Die Event-Funktion in der Corona-App sei eher für private Treffen gedacht, hieß es damals.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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