Todesfall auf hoher SeeCrewmitglied einer deutschen Segeljacht stirbt bei Unfall

Bei einer Regatta, auf dem Weg von Lanzarote in die Karibik, wird ein Besatzungsmitglied der Jacht "Walross 4" schwer verletzt. Die Crew kann den Verletzten noch auf ein Handelsschiff bringen, doch die Rettungsversuche sind vergeblich.
Ein Crewmitglied der deutschen Segeljacht "Walross 4" ist während einer Transatlantik-Regatta bei einem Unfall an Bord ums Leben gekommen. Die Jacht des Akademischen Segler-Vereins Berlin befand sich rund 2800 Kilometer von der Küste entfernt, als das Unglück auf dem Weg von Lanzarote nach Antigua geschah. "Wir sind zutiefst erschüttert und trauern mit den Angehörigen", teilte der ASV Berlin in einem Statement mit.
Das betroffene Besatzungsmitglied sei nach dem Unfall an Bord im Rahmen einer koordinierten Rettungsaktion auf ein nahegelegenes Handelsschiff gebracht worden, starb jedoch später. Die verbleibende Besatzung der "Walross 4" werde auf dem Weg zu ihrem Zielhafen professionell betreut, berichtete der ASV Berlin weiter. Details zu dem Unfall und der Nationalität der toten Person gab der Verein bislang nicht bekannt.
Auch die Veranstalter der Transatlantik-Regatta trauern. "Im Namen des Royal Ocean Racing Club spreche ich der Familie, den Freunden und Angehörigen des Besatzungsmitglieds unser tiefstes Beileid aus. Unsere Gedanken sind in dieser äußerst schwierigen Zeit auch bei der Besatzung der Jacht. Wir möchten allen, die an der Notfallmaßnahme beteiligt waren, für ihre Professionalität danken", sagte der RORC-Kommodore Deb Fish in einem Statement des RORC.
Die "Walross 4" ist fast 17 Meter lang und rund viereinhalb Meter breit. Nach Angaben des ASV hat das Schiff seit 2007 rund 150 einzelne Seereisen unternommen und dabei mehr als 130.000 Seemeilen zurückgelegt. Nach dem tragischen Unfall steuerte der Frachter die Kapverdischen Inseln an.