Panorama

Drogen im Drive-in Dealer verkauften Kokain am Friedhof in Rom

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Der Friedhof Flaminio ist der größte Italiens.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Kunden fuhren vor, ihre Drogen kauften sie wie andere Burger. Nur, dass die Dealer am Friedhof nicht als Mitarbeiter einer Fast-Food-Kette, sondern als Blumenverkäufer getarnt waren. Die Polizei in Rom stoppt die außergewöhnliche Drogenbande.

Die italienische Polizei hat eine Drogenbande hochgenommen, die Kokain an einer Drive-in-Station am größten Friedhof Roms verkauft hat. Die Drogenhändler hätten sich als Blumenverkäufer getarnt, teilte die Polizei mit. Die Kunden seien meist mit dem Auto vorgefahren und hätten die Drogen bezahlt und in Empfang genommen, ohne aus dem Auto auszusteigen. Hilfe bekamen die Drogenhändler von drei korrupten Polizisten.

Im Zuge der Untersuchung "Operation Cleopatra", die durch Ermittlungen von Anti-Mafia-Staatsanwälten angestoßen wurde, nahm die Polizei 22 Verdächtige fest. Die Hälfte von ihnen sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft, sechs weitere stehen unter Hausarrest. Unklar ist bislang, ob auch die Polizisten, die von den Kriminellen Geld bekommen haben sollen, unter den Festgenommenen sind.

Drogen in Blumentöpfen und Büschen

Die Drogenhändler, die größtenteils aus Ägypten stammten und sich in einem Café namens Cleopatra trafen, hatte die Drogen den Angaben zufolge in Blumentöpfen, in einem Blumenbeet und in Büschen rund um ihren Stand am Flaminio-Friedhof am nördlichen Stadtrand von Rom versteckt, der auch der größte Friedhof Italiens ist.

Nachts verlegten sie ihr Drogengeschäft den Angaben zufolge an einen nahegelegenen Bahnhof. Auch in einer Metzgerei sollen sie Drogen verkauft haben. Nach Angaben der Ermittler nahmen sie jeden Tag bis zu 20.000 Euro mit dem Drogenverkauf ein.

Quelle: ntv.de, mbe/AFP

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