Panorama
Die Landschaft schimmert herbstlich, die Temperaturen stehen aber noch auf Sommer.
Die Landschaft schimmert herbstlich, die Temperaturen stehen aber noch auf Sommer.(Foto: imago/Rene Traut)
Sonntag, 14. Oktober 2018

Die Wetterwoche im Schnellcheck: Der Herbst hat es weiterhin schwer

Von Björn Alexander

Während Landschaft und Natur so langsam ein herbstliches Gewand anlegen, bleiben die Temperaturen sommerlich. Das soll auch in der kommenden Woche so bleiben. Verantwortlich dafür ist Hoch "Viktor".

Die Temperaturen am Wochenende stehen einem durchschnittlichen Sommertag in nichts nach. Einige Orte klopften sogar mal an der Hitzemarke von 30 Grad. Beispielsweise Ladenburg in Baden-Württemberg, Emsdetten, Bünde oder Eschweiler (alle Nordrhein-Westfalen) oder Hannover und Wolfsburg (Niedersachsen). Allesamt mit Spitzenwerten um die 29 Grad.

Der n-tv Meteorologe Björn Alexander
Der n-tv Meteorologe Björn Alexander

Damit ist auch klar: Temperaturrekorde für das zweite Oktoberdrittel, zum Teil sogar auch für den gesamten Oktober wurden an diesem Wochenende direkt mal haufenweise geknackt. Vor allem in den westlichen und nördlichen Landesteilen. Selbst auf einigen Nordseeinseln gab es einen Nachschlag in Sachen Sommerwerte. Norderney, Baltrum und Langeoog meldeten Höchstwerte bis zu 26 Grad. Einfach nur sagenhaft. Denn der Oktober kann auch ganz anders. Vor drei Jahren, Mitte Oktober 2015 also, lagen am Morgen des 14. Oktober in einigen Teilen unseres Landes selbst runter bis ins Flachland einige Zentimeter Schnee. Die Spanne, in der wir uns im Oktober bewegen, ist dementsprechend riesig.

Allerdings - und da macht der Oktober in diesem Jahr eben auch keine Ausnahme - sind es in diesem Jahr die besonders warmen, sonnigen und trockenen Extreme, die das Wetter für uns bereithält. Seit April sind wir nun im siebten Monat, in dem dieser meteorologische Dreiklang scheinbar beibehalten wird. So brachten uns die ersten zwei Oktoberwochen bereits 80 Prozent des Sonnensolls für den gesamten Oktober. Gleichzeitig beträgt die Temperaturabweichung nach oben aktuell über 3 Grad. Und Regen? Bisher sind im Oktober 2018 im deutschlandweiten Durchschnitt keine 10 Liter pro Quadratmeter gefallen. Daran wird auch die neue Wetterwoche kaum etwas ändern. Vorerst einmal hält Hoch "Viktor" die Tiefdruckgebiete vom Atlantik nämlich weiter auf Distanz. Hier der grobe Fahrplan für die neue Woche:

Montag

Einzelne Nebelfeder lösen sich rasch auf, so dass sehr sonnig weitergeht. Nur im Westen ziehen später ein paar Wolken auf. Regen dürfte aber nach wie vor wenig bis gar nicht fallen. Die Temperaturen: 18 Grad an der Nordsee, 21 Grad im Bergland und bis zu 26 Grad in NRW. Dabei weht vom Lausitzer Bergland und dem Erzgebirge zunächst noch ein kräftiger "Böhmischer Wind", der im Tagesverlauf aber schwächer wird.

Dienstag

Im Süden ändert sich im Vergleich zum Vortag kaum etwas. Im Norden ziehen hingegen kompaktere Wolken durch, die vereinzelt sogar mal etwas Regen bringen können. Die Temperaturen zeigen nur wenig Bewegung bei Höchstwerten von 18 bis 26 Grad.

Mittwoch

Es wird insgesamt wolkiger und etwas kühler, am meisten Sonne bekommt noch der Süden ab. Regen ist weiterhin kaum dabei. 17 Grad erwarten die Küste und 24 Grad den Oberrhein.

Donnerstag

In der Nordhälfte zieht ein Wolkenband mit etwas Regen durch. In der Südhälfte geht es dagegen sonnig weiter. Die Temperaturen bringen es im Norden und Westen maximal auf 14 bis 18 Grad. Ansonsten werden es 19 bis 22 Grad.

Freitag

In einem Streifen über der Mitte verläuft der Tag wahrscheinlich wolkig. Nördlich und südlich davon freundlicher. Dazu gehen die Temperaturen etwas zurück auf maximal 13 bis 18 Grad. Einzig im Südwesten sind nochmals bis zu 22 Grad möglich.

Am Wochenende

Die freien Tage sind im Detail noch sehr unsicher. Am wahrscheinlichsten ist aus jetziger Sicht ein Mix aus Sonne und Wolken, der nur stellenweise etwas Regen bringt. Dabei weht ein teilweise kräftiger Wind, der mit kühleren 12 bis 18 Grad um die Ecke kommt.

Quelle: n-tv.de