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Vom August in den September  Der Herbst kommt - aber hält sich das Wetter daran?

27.08.2026, 15:20 Uhr
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Für ein paar Ausfahrten mit dem Rad reicht es noch. (Foto: picture alliance/dpa)

Das letzte August-Wochenende steht an und damit die letzten Tage im meteorologischen Sommer. Wie viele warme Sommertage bleiben uns noch? Das und mehr klären wir mit unserem ntv-Meteorologen Paul Heger. 

ntv.de: In den vergangenen Tagen wurde es plötzlich wieder warm, teils sogar heiß. Der Sommer scheint in diesem Jahr zäh zu sein. 

Paul Heger: Ja, der Sommer hat ja schon früh losgelegt, im Mai und das in weiten Teilen Europas. Und Südeuropa ist auch jetzt noch sehr aufgeheizt. Solange dort die Hitze liegt, kann sie bei entsprechender Wetterlage auch schnell zurückkommen. 

Wovon ist das denn abhängig? 

Von den Tiefdruckgebieten. Lage und Intensität entscheiden jetzt im Spätsommer besonders stark, welche Luftmasse wir bekommen. Die Zeit der großen Hochs mit ihren Hitzeglocken, wie wir sie im Hochsommer erlebt haben, ist vorbei. Die aufgeheizten Meere produzieren zu dieser Jahreszeit viel Wasserdampf und damit viel Instabilität. Das ist neben den wachsenden Temperaturkontrasten zwischen dem abkühlenden Nordeuropa und dem noch heißen Südeuropa der Treibstoff der Tiefs. 

Das heißt, wir haben in der nächsten Zeit mit anderen Wetterlagen zu tun. 

Genau. Das sehen wir schon aktuell. Wir sind gerade in einer sogenannten zyklonalen Südwestlage. Heißt: Die Strömung kommt aus Südwest und ist damit warm bis heiß und recht feucht. Gleichzeitig ist sie zyklonal, was in der Meteorologie heißt, dass sie durch Tiefdruck geprägt ist. Damit ist sie instabiler, wechselhafter und produziert durchaus heftige Gewitter. 

Werden wir mal konkret: Was heißt das für das Wetter am Wochenende? 

Nach den teils heftigen Gewittern am Freitag beruhigt sich die Lage erstmal. Gerade der Westen und Nordwesten werden aber mit weiteren Wolken, Schauer und Gewittern zu tun haben. Man ist hier einfach zu nah an den Tiefs über Nordwesteuropa. Nach Osten und Süden ist es häufiger trocken, sonniger und wärmer. 

Das heißt, es gibt am Samstag und Sonntag durchaus Sommertemperaturen? 

Auf alle Fälle! Am Samstag werden es im Osten und Süden häufig um 25 Grad sein. Am Sonntag sogar eher um 27 bis 28 Grad. In der Nordwesthälfte hängt man da ein paar Grad hinterher. 

Nun steht das letzte August-Wochenende an. Nächste Woche starten wir in den September. Das klingt irgendwie schon sehr herbstlich. 

Ja und mit diesem Wechsel beginnt zumindest meteorologisch der Herbst. Aber diese Einteilung der Jahreszeiten ist eher statistisch begründet. Ganze Monate lassen sich besser auswerten. Astronomisch, also kalendarisch, beginnt der Herbst am 23. September. 

Hält sich das Wetter dieses Jahr an den meteorologischen Herbstbeginn? 

Na ja, schon ein bisschen. Am Montag, den 31. August, ist es durchaus nochmal sommerlich warm aber auch gewittrig. Am Dienstag, den 1. September, wird es dann doch ein paar Grad kühler. Ab der Wochenmitte wird es nur noch selten 25 Grad geben - das ist die offizielle Sommermarke. Aber richtig herbstlich frisch wird es nicht. 

Oft rutschen wir von einem Extrem ins andere. Das klingt dieses Mal nicht danach? 

Also, wenn wir die letzten Wochen sehen, da gab es ja schon einen deutlichen Wechsel von der Extremhitze zwischen 35 und 40 Grad runter auf meist unter 30 Grad und damit auf Normalniveau. Und etwa ab dem 5. September könnte uns auch nochmal Hitze mit 30, vielleicht 35 Grad erreichen. Das wäre für diese Jahreszeit schon sehr viel. Danach deutet sich dann ein Abrutschen auf häufig unter 20 Grad mit Regen und Wind an. Das ist nicht ohne. 

Und da wäre er dann, der Herbst. Zu wann prognostizierst du diesen Wechsel? 

Nagel mich nicht drauf fest, aber derzeit sieht es so aus, dass dieser deutliche Wetterwechsel um den 10. September herum geschehen könnte, vielleicht etwas früher oder später. Das heißt natürlich nicht, dass danach keine tollen Tage mehr kommen. 

Und der Regen tut uns wahrscheinlich auch weiterhin gut? 

Sehr! Bisher hat der Regen quasi nur kosmetische Korrekturen bewirkt. Die Wasserpegel in den Flüssen sind fast überall leicht gestiegen, aber weit entfernt von normalen Ständen. Manche Rasenflächen werden wieder grüner, aber die Böden sind viel zu trocken. Für das richtige Ende der Trockenheit braucht es viel mehr Regen. Schauen wir mal, was der Herbst dann so bringt. Aber über trockene, goldene Tage freuen sich ja auch viele. 

Quelle: ntv.de

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