Panorama

Knappe Million Euro im Gepäck Deutsche scheitern mit Bargeld-Schmuggel

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Wer mehr als 10.000 Euro aus der EU ausführen will, muss dies vorher anmelden.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Mit einer knappen Million Euro im Gepäck wollten zwei Deutsche von Barcelona nach Istanbul fliegen. Doch das gelingt ihnen nicht - am Zoll werden sie festgehalten. Ein zunächst bestehender Verdacht bestätigt sich aber nicht.

Auf dem Flughafen von Barcelona sind zwei Deutsche beim Versuch gescheitert, mit einer knappen Million Euro im Gepäck in eine Maschine nach Istanbul zu steigen. Das in zahlreichen Umschlägen in zwei aufgegebenen Koffern versteckte Bargeld sei bereits am vorigen Samstag von den Passagieren nicht deklariert und daher von den Behörden konfisziert worden, teilte die Polizei mit. Im Rahmen des Gesetzes zur Verhinderung und Bekämpfung der Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus habe man Ermittlungen aufgenommen, hieß es.

Die beiden Personen im Alter von 34 und 35 Jahren seien entgegen einigen Medienberichten nicht festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizeieinheit Guardia Civil. Sie seien nach einer Befragung ohne Auflagen entlassen worden, auch weil kein unmittelbarer Verdacht der Finanzierung von Terrorismus bestehe. Weitere Details zur Identität der Deutschen und zu den Ermittlungen wolle man vorerst nicht bekanntgeben.

Wer mit Bargeld im Wert von 10.000 Euro oder mehr in die Europäische Union einreisen oder aus der EU ausreisen möchte, muss diesen Betrag bei den Zollbehörden unaufgefordert anmelden. Die Behörden können nicht angemeldetes Bargeld einbehalten und auch ein Strafverfahren gegen die betreffenden Person einleiten. Dass hohe Bargeldbeträge nicht angemeldet werden, kommt nach Angaben der Guardia Civil an den spanischen Flughäfen nicht selten vor. "Normalerweise sind das aber nur 10.000 bis 25.000 Euro", so ein Sprecher in Barcelona.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

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