Panorama

Gleichgewicht am Seil verloren Deutsche stürzt am Tiroler Karwendelhaus ab

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Die Gäste des Karwendelhauses mussten den tödlichen Sturz der 52-Jährigen mitansehen.

(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Obwohl sie auf markierten Routen unterwegs sind, sterben innerhalb weniger Tage zwei Bergsteiger beim Wandern in den Alpen. Eine 52-jährige Deutsche verliert auf einem Klettersteig im Karwendelgebirge das Gleichgewicht. In den Berchtesgadener Alpen stürzt ein 81-Jähriger in die Tiefe.

Bei einer Bergtour ist eine 52-jährige Deutsche im Tiroler Karwendelgebirge bei Scharnitz in den Tod gestürzt. Die Frau sei mit einer Gruppe aus Deutschland unterwegs gewesen, als sie am Samstag offenbar das Gleichgewicht verloren habe, teilte die Polizei mit. Die Bergwanderin hatte demnach Wanderstöcke in den Händen. Um sich an einem Stahlseil festhalten zu können, habe sie beide Stöcke in die linke Hand nehmen wollen. Dabei geriet sie den Angaben zufolge in Rückenlage. Die Frau stürzte rund 100 Meter über steiles, felsiges Gelände ab.

Laut Österreichischem Rundfunk (ORF) befand sich die vierköpfige Wandergruppe am späten Nachmittag etwa 40 Höhenmeter oberhalb der Alpenhütte Karwendelhaus. Die Hütte des Deutschen Alpenvereins liegt in 1770 Metern Höhe. Ein markierter Steig über der Hütte ist mit einem Drahtseil gesichert. Dort ereignete sich das Unglück. Die Begleiter der Frau und die Gäste der Hütte mussten den Absturz mitansehen. Sie riefen den Notruf, doch der Polizeihubschrauber konnte nur noch die Leiche der Frau bergen. Die Mitwanderer der 52-Jährigen wurden anschließend psychologisch betreut.

Zwei Tage zuvor kam ein 81-Jähriger im Hirschwieskopf in den Berchtesgadener Alpen ums Leben. Aus noch ungeklärter Ursache habe der Mann beim Abstieg einen Steig verlassen, teilte die Polizei mit. Oberhalb steil abfallender Felswände habe er dann offenbar den Halt verloren und sei etwa 100 Meter in die Tiefe gestürzt. Der Mann war laut Polizei ortskundig und ein erfahrener Bergsteiger.

Seine Ehefrau habe die Tour am Donnerstag früher beendet und an einer Berghütte auf ihn gewartet, teilte die Polizei mit. Als der 81-Jährige nicht wie verabredet erschien, suchte die Bergwacht unter anderem per Hubschrauber und Drohne nach dem Mann. Sie fand ihn schließlich leblos in einer steilen Rinne. Weil es bereits dunkel wurde, konnte der Mann erst am Freitag geborgen werden.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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