Mann fällt 200 Meter tiefErneut tödlicher Sturz am Watzmann

Es ist der zweite tödliche Unfall in den Bergen binnen einer Woche: In den Berchtesgadener Alpen verliert ein 59-Jähriger den Halt und stürzt in die Tiefe. Seine Begleiter setzen sofort einen Notruf ab und eilen zu ihm. Doch für den Mann kommt jede Hilfe zu spät.
Bei einem Sturz an der Ostwand des Watzmanns über etwa 200 Meter in die Tiefe ist ein 59 Jahre alter Bergsteiger am Mittwoch ums Leben gekommen. Der Mann aus dem Landkreis Traunstein sei mit zwei Begleitern auf dem Berchtesgadener Weg unterwegs gewesen, als er aus bislang ungeklärter Ursache an der Biwakschachtel im oberen Teil der Ostwand abstürzte, teilte die Polizei mit.
Die drei Bergsteiger waren seilfrei in den Berchtesgadener Alpen unterwegs. Sie waren der Tour sowohl vom Können als auch von der Ausrüstung her gewachsen, hieß es. Nachdem der Mann in die Tiefe gestürzt war, wurde sofort ein Notruf abgesetzt, einer der Begleiter stieg zu ihm hinunter. Für den 59-Jährigen, der sich bei dem Absturz tödlich am Kopf verletzte, kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Bereits am Samstag war eine 39-jährige Frau am Watzmann etwa 200 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Vormittag am Watzmanngrat zwischen Watzmann-Mittelspitze und Watzmann-Südspitze.
Mitte Juli war ein Bergsteiger bei einem Sturz am Kleinen Watzmann ums Leben gekommen. Der 58-Jährige fiel bei einer Wanderung etwa 60 Meter in die Tiefe und verletzte sich dabei tödlich. Die Gruppe des Mannes hatte demnach in einem unübersichtlichen Gelände den eigentlichen Weg verpasst. Bei dem Versuch, ein Stück herunterzuklettern, sei er ausgerutscht und gestürzt. Auf etwa 2000 Höhenmetern blieb er schließlich in einer Schuttrinne liegen.