Panorama

Professor an der Uni Trier Deutscher Forscher wird in Chile vermisst

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Der Nationalpark Torres del Paine im Süden von Chile.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Ein deutscher Wissenschaftler bricht auf, um ein Messgerät in einem chilenischen Nationalpark zu reparieren. Doch schlechtes Wetter behindert ihn. Seit Tagen fehlt von dem Mann jede Spur.

Ein deutscher Wissenschaftler wird im äußersten Süden von Chile vermisst. Der Geologe war im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien unterwegs, um ein Magnetometer zu reparieren. Bei seinem letzten Kontakt per Satellitentelefon mit einer Kollegin habe er von schwierigen Witterungsverhältnissen berichtet, teilte die Magallanes-Universität aus der Stadt Punta Arenas mit. Eine Spezialeinheit der Polizei sucht nun nach dem Forscher.

"Er kennt die Gegend sehr gut, hat schon viel dort geforscht und kennt die Witterungsbedingungen. Ich hoffe deshalb, dass er gut aus der Region herauskommt", sagte ein Vertreter der Universität. Der deutsche Wissenschaftler habe sich in Patagonien vor allem mit Gletschern beschäftigt. Das von ihm im März installierte Magnetometer sollte Klimadaten für Forscher in Deutschland, Chile und anderen Ländern liefern.

"Wir können ihn als Extremforscher bezeichnen, der immer unter solchen Bedingungen arbeitet", sagte Juan Carlos Aravena vom Forschungszentrum CIGA. "Auch wenn die Umstände besorgniserregend sind, haben wir noch immer die Hoffnung, dass es sich nur um ein Kommunikationsproblem handelt."

Laut Magallanes-Universität handelt es sich bei dem Vermissten um einen Professor an der Universität Trier. Er lehre an der Universität und sei zudem Mitarbeiter am CIGA. Seit den 90er Jahren forsche der Wissenschaftler in der Gegend Patagonien zum Thema Eis und Paläoklima.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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