Panorama

Tragödie bei KlassenfahrtDeutscher Schüler ertrinkt im Comer See

30.05.2022, 18:07 Uhr
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Der Comer See im Norden Italiens ist bei Touristen sehr beliebt. (Foto: imago images/Shotshop)

Auf einer Klassenfahrt springt ein Schüler aus NRW trotz Badeverbot an einer gefährlichen Stelle in den Comer See. 20 Minuten später wird er aus dem Wasser gezogen. Die Ärzte kämpfen die ganze Nacht um sein Leben. Doch als die Familie des Jungen am nächsten Morgen ankommt, ist er bereits tot.

Ein 17 Jahre alter Schüler aus Deutschland ist am Wochenende bei einem Badeunfall am Comer See gestorben. Der Jugendliche kam am Freitagabend in dem beliebten See in Norditalien ums Leben, wie die Polizei in der Provinzhauptstadt Como bestätigte. Er sei zwar aus dem Wasser gezogen worden, die Wiederbelebungsversuche blieben aber erfolglos.

Nach Polizeiangaben war der Jugendliche auf einer Klassenfahrt. Nach dem Abendessen seien er und zwei Mitschüler gegen 20 Uhr von der Promenade in den See gesprungen, als die Lehrkraft offenbar kurz nicht aufpasste. An der Stelle gelte ein Badeverbot, weil der See tief ist und gefährliche Strömungen herrschten.

Der Junge soll laut italienischer Nachrichtenseite "Qui Como" in der Nähe der Viale Geno unweit der Stadt Como ertrunken sein. Laut dem Bericht wurde der Jugendliche in fünf Metern Tiefe aus dem Wasser geborgen. Das Portal geht davon aus, dass die niedrige Wassertemperatur für einen Thermoschock gesorgt habe. Demnach soll das Wasser fünf Grad kalt gewesen sein.

Familie kommt zu spät

Wie die Zeitung "Il Giorno" berichtet, war der 17-Jährige mehr als 20 Minuten untergetaucht, bevor er von den Rettern geborgen wurde. Demnach kam der Jugendliche zunächst in ein Krankenhaus, die Ärzte kämpften die ganze Nacht um sein Leben. Wie die Zeitung weiter berichtet, machten sich die Familienmitglieder des Jugendlichen von Deutschland aus sofort auf den Weg, als sie über den Vorfall informiert wurden. Doch als sie am Samstagmorgen im Krankenhaus ankamen, war es bereits zu spät - der 17-Jährige wurde um 8 Uhr für tot erklärt.

Der Jugendliche stammte nach Angaben der Lokalzeitung "Soester Anzeiger" aus dem Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen. Die betroffene Schule soll dies dem Blatt bestätigt haben. In den vorigen Jahren starben am Comer See bei ähnlichen Unfällen bereits mehrere meist junge Leute.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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