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Freundin aus Eifersucht getötet Deutscher in Thailand zu Haft verurteilt

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Der Mann hatte in Phuket als Fitnesstrainer gearbeitet.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Ein Brandenburger wandert nach Thailand aus und arbeitet dort als Fitnesstrainer. Wenige Monate später steht er vor den Trümmern seines Lebens. In einem Eifersuchtsanfall tötet er seine Freundin und muss dafür nun jahrelang in Haft.

Wegen des Mordes an seiner thailändischen Freundin ist ein Deutscher in Thailand zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Nico P. die Frau vorsätzlich tötete. Dafür muss er acht Jahre und acht Monate Haft verbüßen.

Der 36-Jährige aus Lübbenau in Brandenburg hatte sich des Totschlags schuldig bekannt, nicht aber des Mordes. Er habe Pischa N. gewürgt, sie aber nicht töten wollen, hatte P. ausgesagt. Die 35 Jahre alte Thailänderin war Anfang Juli 2017 verschwunden. Ihre Nichte hatte sie als vermisst gemeldet. Erst acht Tage später wurde der Leichnam von Pischa N. in Decken eingewickelt im Dschungel gefunden. Sie hatte mehrere Stichverletzungen.

Nach Angaben von Nachbarn gab es zwischen dem Deutschen, der als Fitnesstrainer im Touristenort Phuket arbeitete und seiner Freundin immer wieder Streit, weil der 36-Jährige besitzergreifend gewesen sei. Wie die Polizei herausfand, hatte Nico P. noch in der Nacht des Verschwindens seiner Freundin ein Auto gemietet und später wieder zurück gebracht. Anhand eines GPS-Senders in dem Wagen konnten die Ermittler die Fahrt verfolgen. So wurde der Leichnam gefunden.

Bei seiner Festnahme hatte sich Nico P. selbst mit einem Teppichmesser verletzt. Während des Prozesses war die Anklage auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz der Kategorie 1 erweitert worden.

P. wurde nun auch in weiteren Punkten schuldig gesprochen: Er hatte die Leiche seiner Freundin versteckt, ihren Ausweis entwendet und Geld abgehoben. Außerdem besaß er eine kleine Menge der synthetischen Droge Crystal Meth. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich lebenslange Haft gefordert.

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

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