Panorama

Restaurants und Geschäfte öffnen Diese Bundesländer lockern Corona-Regeln

241993146.jpg

In der Außengastronomie in Hamburg dürfen maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen - ohne Corona-Test.

(Foto: picture alliance/dpa)

In vielen Bundesländern sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz stetig. Hamburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern läuten das kommende Wochenende deshalb mit Lockerungen ein. Unter anderem öffnen Gastronomie und Einzelhandel. Hamburg verzichtet teilweise sogar auf Corona-Tests.

Nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen und dem Neustart an Schulen und Kitas hat Hamburgs rot-grüner Senat weitere Lockerungen bei den Corona-Auflagen auf den Weg gebracht. Unter anderem dürfen am Wochenende unter strengen Auflagen die Außengastronomie und der Einzelhandel wieder öffnen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher im Anschluss an eine Senatssitzung sagte.

Voraussetzung für das Shoppen ist jedoch eine nach Ladengröße begrenzte Kundenzahl und die Abgabe persönlicher Daten zur Kontaktnachverfolgung. Das gilt auch für die Außengastronomie, bei der maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen dürfen. Negative Corona-Tests seien nicht erforderlich, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz stabil bei unter 50 bleibe. Ursprünglich sollte die Außengastronomie frühestens Anfang Juni wieder öffnen dürfen.

Zudem sollen sogenannte körpernahe Dienstleistungen und der praktische Fahrunterricht wieder möglich sein. Dort sind jedoch negative Corona-Tests vorzulegen. Nach dem Stufenplan der rot-grünen Regierung sollen zu Pfingsten auch wieder fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen können und die abstandsunabhängige Maskenpflicht in Parks und Grünanlagen wegfallen. Am 28. Mai sollen unter strengen Auflagen Theater wieder öffnen und Konzerte gestattet sein.

Bayern will Theater und Kinos aufmachen

In bayerischen Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 sollen nach den Pfingstferien die Schüler aller Schularten wieder Präsenzunterricht haben - mit Test- und Maskenpflicht. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder in München mit. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit Werten zwischen 50 und 165 gibt es auch nach dem 7. Juni demnach lediglich Wechselunterricht.

Auch die Regeln für Kitas, Kindergärten und anderen Kinderbetreuungseinrichtungen werden gelockert. Ab dem 7.Juni ist dort bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 eingeschränkter Regelbetrieb in festen Gruppen möglich.

Auch für Freilufttheater, Fitnessstudios und Stadien sind vorsichtige Lockerungen vorgesehen. Das Kabinett machte den Weg frei für Theater- und Kinovorführungen im Freien von diesem Freitag an, die unter Einhaltung von Hygienevorschriften und einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 in der jeweiligen Region vor bis zu 250 Zuschauern gespielt werden dürfen.

Die gleiche Zuschauerregelung gilt für Sportveranstaltungen in Freiluftstadien. Fitnessstudios dürfen bei einer Inzidenz von unter 100 ebenso wieder öffnen. Die Besucher müssen aber - mit Ausnahme der Sporttreibenden selbst - FFP-2-Masken tragen und einen negativen Test vorlegen. Auch Freibäder sollen wieder öffnen.

Mecklenburg-Vorpommern öffnet Campingplätze

Mecklenburg-Vorpommern lockert die Corona-Beschränkungen ebenfalls weiter. Von Donnerstag an dürfen sich zwei Haushalte treffen, wie Gesundheitsminister Harry Glawe von der CDU nach einer Sitzung des Kabinetts mitteilte. Von Donnerstag (20. Mai) an dürfen dann den Angaben zufolge Dauercamper aus dem eigenen Land wieder auf den Campingplätzen übernachten. Dauernutzern von Booten kann ein Liegeplatz vermietet werden und vom 7. Juni an dürfen Autokinos öffnen.

Am Sonntag kann die Gastronomie öffnen. Ab dem 25. Mai öffnen landesweit der Einzelhandel sowie körpernahe Dienstleistungsbetriebe wieder. Vom 7. Juni an dürfen Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns Urlaub im eigenen Bundesland machen und vom 14. Juni an dürfen auch auswärtige Urlauber kommen. Zweitwohnungsbesitzer, Dauercamper und Kleingartenbesitzer von außerhalb des Bundeslandes dürfen schon ab dem 7. Juni wieder in den Nordosten kommen.

Berlin plant Tourismus-Start im Juni

Die Berliner Landesregierung will die Hotels in der Hauptstadt voraussichtlich ab Mitte Juni wieder öffnen lassen. Finanzsenator Matthias Kollatz von der SPD nannte nach Senatsberatungen über weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen den 18. Juni als möglichen Termin. Erst in der übernächsten Stufe des Öffnungsplans, die dann in Kraft tritt, könnten Hotels absehbar wieder öffnen. Berlin wolle sich zudem mit Brandenburg abstimmen.

Mit den ersten Lockerungen beginnt Berlin bereits in dieser Woche. So dürfen ab Mittwoch wieder kulturelle Veranstaltungen mit maximal 250 Teilnehmern stattfinden, zudem Kinos, Theater und Opern unter Einhaltung der Hygienevorschriften öffnen. Ab Freitag können dann auch Gaststätten, Bars und Kantinen draußen wieder Gäste empfangen.

Quelle: ntv.de, can/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.