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Kind vergessen und eingesperrt Dreijährige harrt stundenlang allein im Bus aus

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Ein Mädchen musste viele Stunden alleine in einem Bus bleiben.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Die kleine Mali aus Wales soll mit dem Bus an ihrer Vorschule abgesetzt werden, doch sie wird im Fahrzeug vergessen. Stundenlang muss die Dreijährige im Bus-Depot ausharren. Als sie endlich gefunden wird, ist sie total verängstigt.

Ein dreijähriges Mädchen ist in Großbritannien über Stunden in einem Bus eingesperrt, nachdem sie an der Vorschule nicht ausgestiegen war. Nur mit Glück wird das Mädchen schließlich im Bus-Depot entdeckt.

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Normalerweise wird Mali Jones zu Hause von einem Busunternehmen abgeholt und an ihrem Kindergarten, der Ogmore Vale Primary School in Bridgend, abgesetzt. Doch eines Morgens geht dabei etwas schief, wie das Online-Portal "Wales Online" berichtet. Das Mädchen bleibt sitzen, als alle anderen Kinder wie gewohnt aussteigen. Niemandem fällt das auf.

Fünf Stunden lang muss Mali anschließend im Bus-Depot ausharren, ehe sie gefunden wird. Die Schule hatte ihre Mutter Amy Gibson zwar in einer SMS über das Fehlen der Tochter informiert, doch sie konnte erst Stunden später auf ihr Handy gucken. Die Dreijährige erlebte schreckliche Stunden der Angst, wie Gibson schildert: "Sie hatte sich eingenässt und schrie, als sie die Reinigungskräfte im Bus bemerkte." Der Vorfall trug sich bereits im November 2018 zu.

Busfahrer ließ Kontrolle ausfallen

Auch das zuständige Busunternehmen "Davey's Travel" macht sich Vorwürfe: Der Vorfall sei entsetzlich und der Busfahrer deswegen am Boden zerstört. Nun will das Unternehmen die Sache aufarbeiten: "Wir müssen das in Ordnung bringen, sodass wir sicher gehen können, dass so etwas nie wieder passiert", erklärt ein Sprecher der Zeitung "The Sun". 

Das Mädchen wurde auch deshalb nicht früher entdeckt, weil der Fahrer laut einer Untersuchung nicht den üblichen Bus-Check durchführte. Mali war offenbar während der Fahrt eingeschlafen und zwischen die Sitze gerutscht. Busfahrten wird sie nun wohl vorerst mit ziemlich schlechten Erinnerungen verbinden.

Quelle: n-tv.de, sgu

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