Panorama

Touristen in Sicherheit gebracht Dutzende Waldbrände wüten in Südeuropa

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Ein Hubschrauber bei Löscharbeiten auf Gran Canaria.

(Foto: imago images / Agencia EFE)

Bei großer Hitze brechen in Griechenland mehr als 50 Waldbrände aus und auch auf Gran Canaria tobt ein schwerer Brand. Hotels und Campingplätze werden evakuiert, der griechische Katastrophenschutzchef warnt weiterhin vor der extremen Wetterlage.

Hunderte Feuerwehrleute haben in Griechenland am Wochenende gegen mehr als 50 Waldbrände angekämpft. Angefacht durch starken Wind und große Hitze wüteten die Feuer in mehreren Landesteilen. Seit Samstag sind Einsatzkräfte auch auf Gran Canaria gegen einen schweren Waldbrand im Einsatz.  

Auf der Insel Elafonissos mussten zu Beginn des Wochenendes ein Campingplatz und ein Hotel evakuiert werden, nahe Marathon bei Athen wurde ein Kinderferienlager aus Sicherheitsgründen geräumt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Ana meldete. Marathon liegt in der Nähe des Badeorts Mati, wo im vergangenen Jahr bei einem Waldbrand 102 Menschen ums Leben kamen.

Landesweit waren am Samstag mehr als 450 Feuerwehrleute und 23 Löschflugzeuge im Einsatz. Katastrophenschutzchef Nikos Hardalias hatte die Rettungsdienste und Feuerwehren wegen der extremen Wetterbedingungen mit starken Windböen, extremer Dürre und großer Hitze bereits am Freitag in Alarmbereitschaft versetzt. "Wir haben es in den nächsten drei Tagen mit einer extremen Wetterlage zu tun ... wir müssen alle vorsichtig sein", sagte Hardalias.

Mutmaßlicher Verursacher auf Gran Canaria vernommen

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Auch in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria ist ein Waldbrand ausgebrochen. Besonders betroffen seien die Gemeinden Tejeda, Artenara und Gáldar, wo fast 1000 Menschen in Sicherheit gebracht worden seien, teilte der Notfalldienst der Kanarenregierung auf Twitter mit.

Die Feuerwehr war mit Flugzeugen und Hubschraubern im Einsatz. Die Rettungskräfte schätzten die betroffene Fläche auf etwa 1000 Hektar, wie der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, vor Journalisten sagte.

Das Feuer war am Samstag in der Nähe von Artenara ausgebrochen und hatte sich immer weiter ausgebreitet. Es sei noch immer nicht unter Kontrolle, so Torres. Möglicherweise habe ein 55-Jähriger den Brand bei Schweißarbeiten ausgelöst, zitierte die Zeitung "La Vanguardia" die Behörden. Der Mann wurde von der Guardia Civil vernommen.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa/AFP

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