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Russischen Angaben widersprochen EMA hat noch keinen Sputnik-V-Antrag

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In Russland gibt es bereits Massenimpfungen mit Sputnik V.

(Foto: REUTERS)

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V könnte auch in der EU eingesetzt werden. Dazu müsste er aber von der EMA überprüft und zugelassen werden. Die widerspricht nun dem Hersteller - demnach gab es noch gar keinen Antrag auf die Prüfung von Daten.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bisher nach eigenen Angaben keinen Antrag zur Prüfung des russischen Impfstoffes Sputnik V erhalten. Die EMA widersprach damit in Amsterdam erneut gegenteiligen Behauptungen des Herstellers, des staatlichen russischen Gamaleja-Forschungszentrums. Es sei weder ein Antrag auf Prüfung der Daten eingegangen noch ein Antrag auf Marktzulassung in der EU.

Die EMA prüft Impfstoffe und gibt der EU-Kommission eine Empfehlung für die Zulassung in der EU ab. Der Sputnik-Hersteller hatte am Dienstag erklärt, die Behörde habe den Antrag auf Zulassung entgegengenommen. Bereits zuvor hatte der Hersteller fälschlicherweise angegeben, dass die EMA die Sputnik-Daten prüfe.

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Die EMA hatte nach eigenen Angaben zwar Kontakt mit dem Hersteller und habe "wissenschaftlichen Rat" erteilt. "EMA ist im Dialog mit der Firma und arbeitet mit ihr zusammen, um die nächsten Schritte zu bestimmen", hieß es dazu. Die Hersteller hatten nach Darstellung der EMA an einer Prüfung ihrer Testergebnisse Interesse gezeigt.

Die EMA bewertet die Daten nach dem "Rolling-Review-Verfahren". Dabei werden Ergebnisse bereits bewertet, wenn die Tests noch nicht abgeschlossen sind und noch kein Antrag auf Marktzulassung in der EU gestellt wurde. Bisher sind drei Impfstoffe gegen Covid-19 in der EU zugelassen. Zudem laufen derzeit Prüfverfahren für zwei weitere Wirkstoffe. Die Behörde ist nach eigenen Angaben im Gespräch mit mehr als 50 Impfstoffentwicklern weltweit.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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