Panorama

Schutz vor schweren Verläufen EMA unterstützt Einsatz von Corona-Pille für Notfälle

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In Großbritannien ist Molnupiravir bereits auf dem Markt.

(Foto: via REUTERS)

Das Medikament Molnupiravir verringert die Ausbreitung des Coronavirus in menschlichen Körperzellen, es soll vor Krankenhauseinlieferungen und tödlichen Verläufen von Covid-19 schützen. Die EU-Arzneimittelbehörde unterstützt nun den Einsatz des Mittels für Notfallpatienten.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA unterstützt den Einsatz des Corona-Medikaments Molnupiravir für Notfälle. Die Tabletten des US-Pharmariesen MSD könnten zur Behandlung nicht beatmungspflichtiger Covid-19-Patienten eingesetzt werden, bei denen ein erhöhtes Risiko bestehe, schwer zu erkranken, erklärte die EMA. Damit kann das Medikament noch vor seiner Zulassung eingesetzt werden.

Anfang des Monats war Molnupiravir in Großbritannien erstmals weltweit zugelassen worden. Das Mittel verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung von Covid-19 ab. Einer klinischen Studie des Herstellers zufolge halbiert Molnupiravir bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung und eines tödlichen Krankheitsverlaufs.

Ebenfalls teilte die EMA mit, dass sie mit der Prüfung des tablettenförmigen Corona-Medikaments Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer begonnen habe, um eine ähnliche Empfehlung wie für Molnupiravir abgeben zu können. Laut dem Hersteller senkt das Mittel bei Risikopatienten nach einer Coronavirus-Infektion die Wahrscheinlichkeit einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um 89 Prozent.

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Eine Reihe von Pharmakonzernen arbeitet derzeit an antiviralen Medikamenten gegen Covid-19. Die tablettenförmigen Mittel Molnupiravir und Paxlovid haben den Vorteil, dass sie einfach zu Hause eingenommen werden können. Andere Mittel wie das bereits in der EU zugelassene antivirale Medikament Remdesivir müssen dagegen intravenös verabreicht werden.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es, die EMA habe dem Medikament Molnupiravir eine Notfallzulassung erteilt. Die Nachrichtenagentur AFP hat zwischenzeitlich eine korrigierte Version ihrer Meldung gesendet, wonach die Arzneimittelbehörde lediglich den Einsatz für Notfälle unterstützt. Wir haben den Artikel aktualisiert.

Quelle: ntv.de, mbe/AFP

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