Panorama

Marktleiter wirft Kundin raus Edeka-Filiale führt Dresscode ein

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Jacke okay, Morgenmantel auf keinen Fall.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Outfit einer Kundin macht den Leiter einer Edeka-Filiale in Duisburg wütend. Kurzerhand wirft er die Frau - samt ihrer Tochter - aus dem Laden raus. Nun gibt es im Markt einen Dresscode - der 43-Jährige erklärt, warum.

Beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten - das ist das A und O in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Ein Edeka-Markt in Nordrhein-Westfalen verlangt von seinen Kunden nun aber noch mehr - ein anständiges Aussehen.

Der Stein des Anstoßes war das nach Ansicht der Marktleitung unpassende Outfit einer Kundin. Die Frau war am vergangen Samstagmorgen in einer Supermarkt-Filiale im Duisburger Stadtteil Ruhrort gegen 10.00 Uhr mit ihrer kleinen Tochter erschienen. Die Mutter trug einen Schlafanzug, Pantoffeln und einen pinken Morgenmantel mit Punkten, wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtete. Auch die Tochter wirkte laut den Mitarbeitern wie gerade aus dem Bett gefallen. Die Kleiderwahl der beiden brachte den Supermarktleiter Frank Schneider auf die Palme.

Der 43-Jährige komplimentierte die Frau mitsamt ihrer Tochter kurzerhand aus dem Laden. "Mit leichtem Moppern" habe die Mutter daraufhin - die Tochter an der Hand - den Laden verlassen, sagte Schneider. "Gerade in der aktuellen Zeit ist Hygiene sehr wichtig", begründete die Filialleiter laut "WAZ"-Bericht die Entscheidung. Es sei nicht die Zeit, "nachlässig" zu sein, weder mit sich selbst, noch mit seinen Mitmenschen. "Wir sind in einer Phase, in der wir die Augen für andere aufmachen müssen." Rücksicht, so das Credo, auch etwa in Bezug auf das eigene Kaufverhalten.

Nach dem Vorfall am Samstag hängte Schneider im Eingangsbereich seines Ladens ein Verbotsschild auf: "Normale Straßenkleidung. Personen mit Morgenmantel oder Schlafanzug!!! haben keinen Zutritt zu Unserem Laden!!! Die Geschäftsleitung", steht darauf. Schlafanzug-Einkäufe seien "aus hygienischen Gründen nicht akzeptabel", sagte der Edeka-Marktleiter. Bisher sei die Begegnung im Morgenmantel laut "WAZ" ein Einzelfall gewesen. Doch Schneider reicht's: "Ich will da keine Wiederholung."

Quelle: ntv.de, uzh/dpa