Panorama

Zwei Polizisten in Kusel getötet Ein Tatverdächtiger ist polizeibekannt

In den Morgenstunden werden zwei Polizisten bei einer Verkehrskontrolle im rheinland-pfälzischen Kreis Kusel getötet. Die Hintergründe sind noch unklar, doch inzwischen gibt es erste Hinweise zu einem der Tatverdächtigen.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei junge Polizisten in Rheinland-Pfalz fahndet die Polizei nach einem Tatverdächtigen, der bereits polizeibekannt ist. Wie ntv aus Sicherheitskreisen erfuhr, war er in der Vergangenheit bereits wegen Unfallflucht aufgefallen. Der Mann soll eine Waffenerlaubnis haben. Seine Ausweispapiere sollen am Tatort gefunden worden sein.

Der Polizist soll den Informationen zufolge am Tatort noch mehrere Schüsse abgegeben haben. Die Waffe seiner Kollegin kam offenbar nicht zum Einsatz. "Wir gehen von mehreren bewaffneten Tätern aus", sagte eine Polizeisprecherin in Kaiserslautern. Mittlerweile seien mehr als 50 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Ob darunter eine heiße Spur zu den Gesuchten ist, steht bislang noch nicht fest.

Bisher nicht näher benannte Täter hatten am frühen Morgen bei einer Kontrolle durch die Zivilstreife die tödlichen Schüsse auf den Polizisten und die Polizistin abgegeben. Die Beamten hatten den Angaben nach zuvor per Funk gemeldet, in einem Fahrzeug sei totes Wild gefunden worden. Später meldeten sie "Die schießen". Die beiden Opfer trugen Uniform und Sicherheitswesten, berichtete eine Polizeisprecherin in Kaiserslautern. Laut Polizeisprecher Bernhard Christian Erfort vom Polizeipräsidium Westfalz konnten die Frau und der Mann nur "noch tot sowie verletzt und mittlerweile verstorben aufgefunden werden". Aus Sicherheitskreisen heißt es gegenüber ntv, dass beide durch Kopfschüsse getötet wurden.

Laut dem Ministerpräsidenten Tobias Hans stammten beide getöteten Beamten aus dem Saarland. Der CDU-Politiker habe seinen Innenminister Klaus Bouillon gebeten, "als Ausdruck der Trauer und Solidarität die Flaggen im Saarland auf Halbmast zu setzen", teilte Hans auf Twitter mit. Der Regierungschef zeigte sich laut einer Mitteilung seiner Staatskanzlei "zutiefst erschüttert" und "absolut fassungslos".

Die saarländische Polizei unterstütze ihre Kollegen in Rheinland-Pfalz "mit allen Mitteln bei der Aufklärung dieses furchtbaren Verbrechens". Hans betonte: "Ich bin in Gedanken bei den Angehörigen und wünsche den Familien, Freunden, Kolleginnen und Kollegen viel Kraft in diesen schweren Stunden."

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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