Panorama

Mysteriöse Todesfälle in Tunis Elf Babys sterben auf ungeklärte Weise

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Bereits im Februar hatte es in zwei anderen tunesischen Kliniken Todesfälle unter Kindern gegeben. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance / Frank May/dpa)

Innerhalb von nur 48 Stunden sterben auf einer Geburtsstation in der tunesischen Hauptstadt elf Säuglinge. Das Land ist erschüttert. Regierung und Staatsanwaltschaft wollen der Ursache nachgehen, um weitere Todesfälle zu verhindern. Derweil muss der Gesundheitsminister seinen Hut nehmen.

Der mysteriöse Tod von elf Säuglingen in einer Klinik hat in Tunesien Entsetzen ausgelöst. Gesundheitsminister Abderraouf Cherif erklärte seinen Rücktritt, wie die staatliche tunesische Nachrichtenagentur TAP meldete. Die Regierung ordnete eine Ermittlung an, um die Ursache der Todesfälle zu klären. Auch die Staatsanwaltschaft kündigte Untersuchungen an.

In einem Krankenhaus der Hauptstadt Tunis starben auf der Geburtsstation Ende vergangener Woche elf Säuglinge in weniger als 48 Stunden. Das Gesundheitsministerium versprach schnelle Präventivmaßnahmen, um weitere Todesfälle zu verhindern.

TAP meldete unter Berufung auf das Gesundheitsministerium, wahrscheinlich hätten Blutinfektionen zum Tod der Babys geführt. Bereits im Februar hatte es in zwei anderen tunesischen Kliniken Todesfälle unter Kindern gegeben. In Medien war damals die Rede von Masern.

Das nordafrikanische Land steckt seit Jahren in einer Wirtschaftskrise, unter der auch die Gesundheitsversorgung leidet. Unter anderem fehlt es an Ärzten, da viele Fachleute auswandern.

Quelle: ntv.de, hny/dpa