Panorama

Sechsjährige wurde verschleppt Entführtes Mädchen nach 19 Stunden frei

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Ein Mädchen in Südafrika wurde aus den Armen ihrer Mutter gerissen. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Mädchen wird in Südafrika vor der Schule und vor den Augen der Mutter gekidnappt. Stundenlang bangen die Eltern um Amy-Lee. Sie erhalten eine Lösegeldforderung. Doch dann taucht die Sechsjährige wieder auf.

Ein gekidnapptes Mädchen in Südafrika ist nach 19 Stunden wieder wohlbehalten zu ihren Eltern zurückgekehrt. Wie die britische "Sun" berichtet, war die Familie von Amy-Lee nicht auf die Lösegeldforderung der Entführer eingegangen und bekam ihre Tochter dennoch zurück.

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Mutter Angeline de Jager wollte ihre beiden Kinder gerade in der Nähe von Johannesburg zur Schule bringen, als ihre Tochter aus ihren Armen gerissen und dann mitgenommen wurde. Die Polizei glaubt, dass es die Entführer gezielt auf das Mädchen abgesehen hatten, da sie den Sohn ignorierten.

Kurz darauf erhielten die Eltern am Telefon eine Lösegeldforderung. Die Entführer hatten sich wohl die Familie genau ausgesucht, weil der Vater Wynand de Jager ein bekannter F1-Powerboot-Rennfahrer ist. Rund 120.000 Euro wurde für die Freilassung von Amy-Lee gefordert. Die Eltern gingen nach eigenen Angaben nicht auf die Forderung ein.

Ohne Lösegeld freigekommen

Doch auch ohne eine Geldübergabe wurde Amy-Lee an einer Straßenecke um 2 Uhr morgens freigelassen, wie ihre Tante Louise Horn der Zeitung  "TimesLive" erklärte. Das Mädchen wirkte verängstigt, war aber nicht verletzt. "Sie wurde an der Straße abgesetzt und ein Mann und eine Frau hörten sie laut weinen. Sie rannten zu ihr und brachten sie zur Polizeistation", berichtete Horn.

Die Eltern sind dankbar, dass ihre Tochter gesund zurückgekehrt ist, doch sie sind auch traumatisiert. Warum das Mädchen auch ohne Lösegeldzahlung freigelassen wurde, bleibt unklar. Allerdings vermutet die Polizei, dass die Entführer in Panik gerieten, weil Amy-Lees Bild überall in den Medien kursierte. Deshalb ließen sie das Kind wohl aus Angst vor Entdeckung frei.

Quelle: n-tv.de, sgu