Panorama

Bizarrer Fund bei Islamisten Enttarnter Spion drehte angeblich Pornos

Der Fall des enttarnten Islamisten beim Verfassungsschutz wird immer bizarrer. Nach einem Medienbericht soll der 51-Jährige in Schwulenpornos mitgewirkt haben - sein "Künstlername" sei den Ermittlern auch aus islamistischen Chats bekannt.

Der Islamist, der beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als Mitarbeiter spioniert haben soll, hat möglicherweise auch als Pornodarsteller gearbeitet. Die "Bild"-Zeitung berichtet, der Mann habe in Schwulenpornos mitgewirkt. Ermittler seien bei der Durchsuchung seiner Wohnräume auf pornografisches Material gestoßen, auf dem er als Darsteller zu sehen sei.

Demnach hat der gebürtige Spanier als Darsteller dasselbe Pseudonym benutzt, mit dem er später auch islamistische Chatgespräche führte. Über die neue Erkenntnis hatte zunächst die "Washington Post" berichtet.

Der 51-Jährige war als Maulwurf in den Reihen des Verfassungsschutzes enttarnt worden. Er soll sich unter falschem Namen in Chats islamistisch geäußert und Dienstgeheimnisse verraten haben. Der Mann wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf erst im April 2016 als Quereinsteiger eingestellt, um die islamistische Szene in Deutschland zu observieren.

Einsatzorte offenbart

Dem 51-Jährigen wird vorgeworfen, sich gegenüber einem Chatpartner als BfV-Mitarbeiter zu erkennen gegeben und dabei "inhaltlich zutreffend Einsatzanlässe und -orte offenbart zu haben". Weiterhin soll er vorgeschlagen haben, Gleichgesinnten Zugang zum BfV für eine Gewalttat gegen "Ungläubige" zu ermöglichen. Dies sei "sicher im Sinne Allahs". Er sei zu allem bereit, "um den Brüdern zu helfen".

Da es sich bei der Internet-Kontaktperson des Verdächtigen um einen BfV-Mitarbeiter handelte, konnten die Verfassungsschützer den Mann ermitteln und vorläufig festnehmen.

Laut "Spiegel" kamen die Ermittler dem Mann vor rund vier Wochen auf die Spur. Entgegen erster Vermutungen hat sich der Verdacht, er habe einen Sprengstoffanschlag in Deutschland geplant, nicht bestätigt.

Quelle: n-tv.de, jgu

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