In Kabul vibrieren GebäudeErdbeben im Hindukusch erschüttert Afghanistan und Pakistan

In Afghanistan treffen die eurasische und die indische tektonische Platte aufeinander, sodass die Gefahr für Erdstöße groß ist. Am Abend kommt es in der Region zu Erschütterungen, die sogar in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu spüren sind.
Ein schweres Erdbeben hat die afghanische Region Hindukusch erschüttert. Es war in einem Gebiet von der Hauptstadt Kabul bis ins benachbarte Pakistan zu spüren, wie das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum (EMSC) mitteilte. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Die afghanische Katastrophenschutzbehörde erklärte, die Überprüfungen in den betroffenen Gebieten dauerten an.
Im Bezirk Swat in der nordpakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa verließen Menschen in Panik ihre Häuser. "Es war sehr heftig hier in Swat und dauerte ziemlich lange", sagte der Anwohner Daniyal Ahmad. "Die Menschen kamen aus ihren Häusern, und Frauen und Kinder weinten in Panik." Bereits wenige Stunden zuvor hatte sich dem EMSC zufolge ein Erdbeben der Stärke 5,4 in Pakistan ereignet.
Die US-Erdbebenwarte USGS meldete sogar eine Stärke von 6,1. In Kabul vibrierten Gebäude. Das Beben ereignete sich laut der USGS in einer Tiefe von 208,3 Kilometern. Es erschütterte demnach östliche Provinzen wie Chost und Nangarhar sowie die nordafghanischen Provinzen Balch und Badachschan. Zu spüren war es zudem in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.
In Afghanistan treffen die eurasische und die indische tektonische Platte aufeinander, weshalb die Region häufiger von Erdbeben betroffen ist. Ende August vergangenen Jahres waren bei einem Beben der Stärke 6 mehr als 2200 Menschen ums Leben gekommen.